Metadata: Gesetz betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben

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Zu einer bestimmten Zeit wird an einer Säule zwischen dem zweiten und 
dritten Börsensaal — wo die Firma F. Meißner & Co. ihren Sitz hat — 
formlos eine Tafel, auf der die Höhe des Privatdiskontsatzes mit Kreide ge 
schrieben ist, befestigt. 
Zum Privatdiskontsatz werden, im Gegensatz zur Vorkriegszeit, nur 
noch Bankakzepte (nicht auch die Akzepte großer Handels- und In- 
dustrieunternehmungen) gehandelt. 
b) Ankauf von Wechseln 
a) D i e Diskontnota 
Das Wechseldiskontgeschäft spielt eine große Rolle bei den Privatbanken 
und ist von jeher auch das Hauptaktivgeschäft der Reichsbank gewesen. Die 
zinstragende flüssige Kapitalanlage der Reichsbank hat immer zum aller 
größten Teil aus Jnlandswechseln bestanden. Das Bankgesetz Weist die 
Reichsbank ausdrücklich auf die Pflege des Diskontgeschäfts hin: Für den 
vollen Betrag der ausgegebenen Banknoten müssen, soweit nicht Bar 
deckung vorhanden ist, diskontierte Wechsel fund Schecks) zur 
Deckung bereit gehalten werden. 
Der Satz, zu dem die Reichsbank Wechsel ankauft, ist einheitlich 
fürs ganze Reich, und er bildet die Norm für das Diskontgeschäft der 
anderen deutschen Banken und Bankfirmen. Die Festsetzung des Reichs 
bankdiskonts lBankrate) erfolgt, um es allgemein auszudrücken, mit Rück- 
sicht auf die gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse. 
Über Reichsbanksatz diskontieren in der Regel Banken und Bankfirmen 
ihren Kunden die zum Diskont eingereichten Wechsel, und zum Diskont 
tritt häufig noch eine Provision. Es handelt sich hierbei um Wechsel von 
Firmen und Personen, die zum Reichsbank-Diskontgeschäft überhaupt nicht 
zugelassen sind, oder deren Kontingent bei der Reichsbank bereits erreicht 
ist, oder um Wechsel, die mindere Qualitäten besitzen, sei es hinsichtlich der 
U n l e r i ch r i s t e n oder der Laufzeit <wenn sie mehr als 90 Tage 
beträgt) oder des Zahlungsortes (wenn er nicht Reichsbankplatz 
ist). In dem höheren Zins und der Provision steckt auch eine Risikoprämie 
der diskontierenden Bank. Der Zinssatz und die Provisionen werden viel 
fach durch die Größe des einzelnen Wechsels bedingt. Wechsel von 5000 RM 
und darüber werden z. B. von den Banken oft „glatt zum Banksatz"
	        
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