Metadata : Répertoire des administrateurs & commissaires de société, des banques, banquiers et agents de change de France et de Belgique

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64 YI. Die Lehre des Buddha. Woher kommt der Durst? Was ist die Ursache, daß wir immer von neuem ihm verfallen? Wie ist es zu erklären, daß er uns von Geburt zu Geburt treibt? Buddha ist der Beantwortung dieser Fragen nicht ausgewichen. Schon in den ältesten Texten finden wir die Antwort scharf formuliert, aber in dunkler, technischer ­ Sprache, die das Verständnis sehr schwierig macht. Diese Formel führt den Namen Pratitz-asaiQutpaäa, Pali Paticcasamuppäda, d. h. „Entstehen (eines Dinges) in Abhängigkeit ­ (von einem andern)", also die Formel vom „Zusammenhang von Ursache und Wirkung", vom „Kausalnexus". Diese Formel ist eine der grundlegenden Lehren des Buddhismus und lvird an Heiligkeit unmittelbar den vier edlen Wahrheiten angereiht, mit denen sie zuweilen direkt verbunden ist. Sie lautet: „Aus dem Nichtwissen entstehen die latenten Eindrücke; aus den latenten ­ Eindrücken entsteht die Denksubstanz; aus der Denksubstanz entsteht Name und Form; aus Name und Form entstehen die sechs Organe; aus den sechs Organen entsteht Berührung; aus der Berührung entsteht Empfindung; aus der Empfindung entsteht ­ Durst; aus dem Durst entsteht das Haften (an der Existenz); aus dem Haften (an der Existenz) entsteht Werden; aus dem Werden entsteht Geburt; aus der Geburt entsteht Alter und Tod, Schmerz und Klagen, Leid, Kummer und Verzweiflung. Das ist die Entstehung des ganzen Reiches des Leidens." Gewöhnlich wird die Formel auch „rückwärts", d. h. negativ, dieser positiven Fassung angereiht: „Wird aber das Nichtwissen aufgehoben unter gänzlicher Vernichtung des Begehrens, so bewirkt ­ dies die Aufhebung der latenten Eindrücke; durch die Aufhebung ­ der latenten Eindrücke wird die Denksubstanz aufgehoben; durch die Aushebung der Denksubstanz wird Name und Form aufgehoben; durch Aufhebung von Name und Fornr werden die sechs Organe aufgehoben; durch die Aufhebung der sechs Organe wird die Berührung aufgehoben; durch Aufhebung der Berührung wird die Empfindung aufgehoben; durch Aufhebung der Empfindung ­ wird der Durst aufgehoben; durch Aufhebung des Durstes wird das Haften (an der Existenz) aufgehoben); durch Aufhebung des Haftens (an der Existenz) wird das Werden aufgehoben; durch Aufhebung des Werdens wird die Geburt aufgehoben; durch Aufhebung der Geburt werden Alter und Tod, Schmerz und Klagen, Leid, Kummer und Verzweiflung aufgehoben. Das ist die Aufhebung des ganzen Reiches des Leidens."
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