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eines Smith, Ricardo und ihrer Schulen gerade darum so
blutleer, weil sie von der Ausgliederungsfülle bestimmter
Ganzheiten absehen wollen und Vorgänge ins Auge fassen,
die sich (von gedachten Robinsonen oder deren Kongressen
ausgehend) angeblich überall abspielen können — die strenge
Folgerung aus der Annahme, daß es keine wirtschaftlichen
Ganzheiten gebe, sondern nur Handlungen, die die reinen
Wirtschaftsindividuen von sich aus setzen!
Nicht zum Behufe einer selbständigen Untersuchung, son
dern mehr als Beispiel und Beweis für die obige Behauptung
mögen folgende Bemerkungen über die Ausgliederungsfülle
der Weltwirtschaft, der Volkswirtschaft und der anderen Stufen
hier hinzugefügt werden.
a) D i e Welt- und Volkswirtschaft.
Wenn wir den Unterschied der Volks- zur Weltwirtschaft
oben grundsätzlich dadurch bezeichnet fanden, daß die Volks
wirtschaft befähigt erscheint, sich aus dem weltwirtschaftlichen
Zusammenhange zurückzuziehen, eine wenigstens annähernd
geschlossene Volkswirtschaft zu werden (die Mittelmächte
waren dies annähernd während des Krieges), so ist damit ge
sagt, daß die souveräne Ausgliederungsmacht der Volkswirt
schaft sich, wie schon erwähnt, grundsätzlich auf alle Sachgebiete
der Wirtschaft entweder annähernd wirklich erstreckt oder er
strecken kann. Diese Behauptung hat aber sehr weitgehende
theoretische und wirtschaftspolitische Folgerungen!
Der Begriff der vollständigen Ausgliederungs
fülle bedeutet nämlich, wenn man ihn richtig zu Ende
denkt, nichts geringeres als die Behauptung der „Geschlossen
heit" jener Ganzheit als Wirtschaftsgebilde. Für die Volks
wirtschaft bedeutet darum die (wenigstens potenziell vorhandene
real nicht vollkommen erreichbare) umfassende Natur ihrer
Ausgliederung Jdealziele wie die folgenden: die eigene Boden-