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stellen müssen. Dann tritt manchmal der Fall ein, daß jedes andere
Ladegeschäft wegen der kolossalen Kohlenstaubentwicklung bei
der Kohlenübernahme unmöglich gemacht wird.
Schließlich ist die Bunkerarbeit eine äußerst ungesunde Ar
beit für die Kohlenarbeiter, die sog. Schauerleute, die beständig
die mit dickem Kohlenstaub durchsetzte Luft atmen müssen.
Die Folge dieser Nachteile des früheren Bunkerverfahrens
war das Suchen nach Apparaten, die die beschriebenen Mängel
ganz oder wenigstens teilweise beseitigten. Man ist so in der
neueren Zeit zu der Konstruktion von Bunkerapparaten gekommen,
auf die ich unten näher eingehe.
Ich möchte hier aber nicht unerwähnt lassen, daß besonders
der Betrieb mit Dampfwindenschuten noch längst nicht auch nur
entfernt ausgeschaltet ist. Die technischen Anlagen für die Bunkerei,
die für den Betrieb eine große Ersparnis an Zeit bedeuten, gehören
in Hamburg Privatunternehmungen wie ja überhaupt alle Lösch-
und Lademittel »im Strom«.
Es kommen hier die sogenannten Kohlenheber in Frage,
von denen in Hamburg bis jetzt vier vorhanden sind 1 ). Kohlen
heber sind entweder Leichter, welche die Bunkerkohle selbst in
sich aufgenommen haben und zirka 650 Tonnen Kohle fassen
können, oder es sind Pontons, denen durch Schuten die zu bunkernde
Kohle zugeführt wird. Gebaut sind die Apparate nach Smulders
System, und zwar sind die Leichter folgendermaßen konstruiert * 2 ):
Am Boden des Kohlenheberschiffes entlang führt ein mit
Bechern versehenes Stahltransportband, auf das Kohle gebracht
wird. Diese wird auf dem Transportband fortgeführt, das einen
Ausleger mit zirka 45 0 Neigung hinaufläuft und oben die gefüllten
Becher in eine angeschlossene rohrförmige, drehbare Schüttrinne
aus Eisenblech entleert, die direkt in die Bunker führt. Die
Leistungen dieser Apparate sind beträchtlich, da sie je nach Bunker
größe bis zu 200 Tonnen stündlich zu bunkern vermögen. Der
Apparat wird mit Dampf betrieben und ist selbst als Doppel
schraubendampfer gebaut, der, wenn sein Bunkerkohlenvorrat er
schöpft ist, mit eigener Kraft neue Ladung holt. Die Anlage
kostet 260000 Mk. und erfordert im ganzen sieben Mann zur Be
dienung des Fahrzeuges als Schiff und Kohlenladeeinrichtung.
Ein Mangel dieses Apparates ist die Umständlichkeit, selbst Kohle
’) Der älteste gehört der Hapag, die drei anderen der Kohlenhebergesellschaft,
einer Gründung einiger Hamburger Dampfschiffsieeder, u. a. der Hapag.
2 ) Die Fabrik der Firma Smulders befindet sich in Schiedam bei Rotterdam.