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Vierzehntes Buch. Erstes LNapitel.
Landleute, die mit dem furchtbaren Aufstand der Kuruzzen ant—
worteten; er setzte den König Wladislaw matt; er stellte schließlich
in Johann Zapolya einen Gegenkönig auf, den Wladislaw die
Schwäche hatte zum siebenbürgischen Wojwoden und Kriegs⸗
hauptmann des Reichs zu ernennen.
So war das Haus Habsburg seiner östlichen Länder sicher.
Und mit ihnen verband es jetzt den erneuten Besitz der vorder⸗
österreichischen Lande sowie die Herrschaft über Flandern und
die innerhalb der Reichsgrenzen gelegenen Gebiete des ehemaligen
Reiches Burgund; es war ein unerwarteter Aufschwung. Kaiser
Friedrich hat ihn noch erlebt; weder über ihn verwundert, noch
für ihn sonderlich thätig, fest überzeugt von der selbstverständ—
lichen Erfüllung seiner astrologischen Vorhersagungen über die
Größe seines Hauses, ist er am 19. August 14983 gestorben.
König Max aber besaß jetzt eine Grundlage äußerer Macht,
die schon in ihrer Verteilung über die wichtigsten Grenzen des
Reiches hin für ihn die Aufforderung enthielt, ein König der
ganzen Nation zu sein, und die ihm zugleich gegenüber rein föde—
ralistischen Bestrebungen im Sinne der Fürstenwelt des dritten
Viertels des 18. Jahrhunderts einen Rückhalt gewährte. Die
mehr oder minder große Stärke und Elastizität dieses Rückhalts
mußte für das Schicksal seiner inneren Regierung ebenso ent⸗
scheidend sein, wie die Verquickung seiner Hausmachtspolitik
mit der Reichspolitik für das Schicksal der äußeren.
II.
Waren nun die deutschen Stände bereit, ohne weiteres
mit dem Aufschwung der habsburgischen Hausmacht zu rechnen?
Das Gegenteil war gewiß. Allerdings war Max aus reichs—
patriotischen Gründen zum König gewählt worden; aber man
war zu sehr gewöhnt, von den Königen Zugeständnisse zu
verlangen für die Begünstigung ihrer Wahl, als daß man dies
jetzt hätte unterlassen sollen auch war die föderalistische Strömung
im Reiche zu alt, als daß sie sich auf einmal selbst hätte unter—
brechen können. So gingen die Fürsten in ihren föderalistischen