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sind denn nun aber vorhanden, die den Aufschwung im
Minenwesen verhindern?
Vor allen Dingen müssen wir uns bei der Beant
wortung dieser Frage vergegenwärtigen, daß wir es in
Argentinien mit ganz andern räumlichen Verhältnissen
zu tun haben, als in Deutschland. Schon oben habe
ich auf die Größe Argentiniens hingewiesen — ein sehr
bedeutender Teil des Landes, vor allen Dingen des hier
in Betracht kommenden Gebirges, ist noch nicht er
schlossen - unerforscht, weil zu abgelegen, zu schwer
erreichbar. Die Entfernungen sind zu groß. Es gibt
ja jetzt schon über 30 000 km Eisenbahn im Betriebe.
Aber nur wenige Linien erreichen die Kordillere, die
meisten Bahnen konzentrieren sich, gemäß dem Gange
der Erschließung des Landes, in den östlichen Niederungen
des mittleren Argentiniens, wo Ackerbau und Viehzucht
blühen. Die weiten Entfernungen und der Mangel an
Verkehrsmitteln (Eisenbahnen), sind eine der Hauptur
sachen, welche den Aufschwung des argentinischen Minen- \
wesens verzögern. Gerade für die Verwertung der mine
ralischen Bodenschätze sind ja leichte Erreichbarkeit und
gute billige Transportverhältnisse die notwendigsten Le
bensbedingungen. Wie schwierig in dieser Beziehung
die Verhältnisse in Argentinien sind, will ich nur an einem
Beispiele erläutern. In der Gobernacion Neuquen befinden
sich in der Kordillere viele Goldadern und Goldseifen, deren
Ausbeutung immer und immer wieder versucht wird.
Bisher mit negativem Erfolg. Die Erklärung, daß diese
durchaus nicht armen Goldseifen bisher keine befriedi
genden Resultate ergeben haben, liegt darin, daß die
Transportverhältnisse außerordentlich schwierig sind. Die
Fracht einer Tonne Ware von Buenos-Aires bis zu diesen
Minen kostet 700 Mk., das ist natürlich viel zu viel, denn
nicht alle Produkte sind so kostbar, daß sie die hohen Fracht
kosten von 0,70 Mk. pro Kilo ertragen können. Ein anderer
Umstand, der auch nicht günstig auf die Entwicklung
des Minenwesens einwirkt oder besser eingewirkt hat, ist
der, daß die weitaus größte Mehrzahl der Minen viel
zu voreilig in Betrieb genommen wurden und werden.