fullscreen: Mexico

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Anhang. 
Mehrere Bahnen gehen von der Hauptstadt Toluca aus. 
Der Staat Michoacän, 60.083 km? mit 985.654 Einwohnern (1577 
pro km”), reicht von der Südseeküste und den Ufern des Rio Mexcala oder 
Balsas weit ins Innere des mexicanischen Blocks hinein. In seinem Gebiet 
liegt der Vulkan Jorullo, berühmt durch den auch von Humboldt be- 
Sschriebenen Ausbruch von 1759, Das Gebiet ist sehr gebirgig und bietet 
darum eine große klimatische Mannigfaltigkeit. Die Hauptstadt Morelis 
in 19° 42’ n. Br., 1933 m ü. M. 40.042 Einwohner), hat ein Jahresmittel von 
168° C (Mai 198, Dezember 139), Huetamo in 18° 34’ n. Br., 427m ü. M,, 
aber im Jahr 277°C (Juni 30:9, Dezember 22:2). Der Regenfall ist ja 
nach der Lage zu den Winden sehr verschieden: Morelia 591mm (Juli 
124°6, März 2'7), Huetamo 872 mm (September 2027, Januar bis März 0), 
Uruäpan in 19° 25’ n, Br., 1684 m ü. M. (10.000 Einwohner), Jahresnieder- 
schlag 2096 mm (September 4490, Januar und Februar 0). Der größte 
Teil des Staates entwässert zum Rio Balsas; der Rio Lerma bildet eine 
Strecke weit die Nordgrenze. Nicht selten sind Wasserfälle. Eine Anzahl 
großer Seen schmücken das Land, darunter der schöne See von 
Pätzeuaro. 
Der Bergbau ergab 1924 2750 kg Gold, 93.346 kg Silber, 1,333.353 kg 
Blei und 188.705 kg Kupfer. 
Der private Landbesitz gehörte 1910 4518 Personen; 973% der länd- 
lichen Familien waren ohne Grundbesitz; 1915—1923 hat die Regierung 
832 (von den 88) Gemeinden des Staates Ejidos gegeben. Die Landwirt- 
schaft erzeugt mehr, als der Staat bedarf; außer den gewöhnlichen Feld- 
früchten wären zu nennen Weizen (1924: 32.522 t), Hafer, Pulque (1923: 
2463 Faß), Reis, Zucker, Tabak, Indigo, Baumwolle, Sesam. Der Vieh- 
stand war 1924: 186.581 Rinder, 17.090 Pferde, 4635 Maultiere, 40.306 
Schweine, 91.406 Schafe und 28.122 Ziegen. 
Die Industrie ist sehr wenig entwickelt, zeigt aber 4 Baumwoll- 
spinnereien und -webereien (davon 2 tätig), Mühlen, Hut- und Umschlag- 
tücherfabriken. 
Die Entwicklung des Staates leidet am Mangel guter Verkehrswege, 
da nur im nördlichen Teil des Gebiets einige Bahnen bestehen. Einen 
eigenen Hafen von Bedeutung hat der Staat nicht. 
Der Staat Morelos, am Südrand des südlichen Hochlands gelegen, 
hat 4964 km” Fläche mit (1921) 108.519 Einwohnern (20:85 pro km?). Der 
Staat reicht vom kalten bis zum warmen Höhengürtel herab. In der Haupt- 
stadt Cuernaväca (7100 Einwohner), in 18° 55’ n. Br., 1540m ü. M. 
gelegen, ist die mittlere Jahreswärme 20'2°C (Mai 229, Dezember 181), 
der Regenfall 972 mm (Juli 241°0, Januar 1'2). Die günstigen Wärme- und 
Regenverhältnisse hatten in Verbindung mit dem guten Boden den Staat 
zu einem reichen Zuckergebiet gemacht; durch die Revolutionen ist er 
aber an Einwohnerzahl, an landwirtschaftlichem. Bestand am meisten von 
allen mexicanischen Staaten heruntergekommen. Freilich waren auch die
	        
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