die Stoßtruppen liefern, die uns dereinst von der Fremd-
herrschaft erlösen und unsere Heimat frei machen.
Wer dem Bunde deutscher Bodenreformer angehören
und den Boden unserer Heimat vor Mißbrauch schützen
will, mag sich konservativ oder liberal nennen, der demo-
kratischen oder der sozialistischen Richtung angehören:
Er muß vor allem überzeugter Nationalist sein. Er
muß die fremden Bedrücker, ihre Spießgesellen und
Mitläufer bei dem Raub deutschen Bodens aus ganzer
Seele hassen. Aus diesem Hasse muß unser Volk, wenn
der Tag der Abrechnung kommt, die Kraft schöpfen, die
Räuber im Westen und Osten, im Norden und Süden von
unserem Boden zu verjagen. Das ist die erst e Lehre,
die wir aus der Vergangenheit schöpfen müssen:
Wir wollen schwören und singen
in Nacht und Sturm hinein,
deutsch bis zum Todesringen
und nichts als deutsch zu ssein.*)
Y zw eite Lehre, die wir aus der Vergangenheit
ziehen können, muß sein, daß die Bundesleitung
und mit ihr die Scharen der Bodenreformer sich mehr
als bisher der Fürsorge für die der Hilfe bedürftigen
Massen unseres Volkes widmen müssen. Was jetzt
vorgeht, erinnert allzu oft an die zündenden Reden, die
in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts vor be-
geisterten Hörern für die deutsche Einheit gehalten wor-
den sind. Das Ziel war richtig gewählt und die Reden
haben sicherlich dazu beigetragen, den Weg zu dem ersehn-
tem Ziel zu ebnen. Herbeigeführt ist der Zusammenschluß
der deutschen Stämme aber nicht durch Versammlungen
und Vereinsbeschlüsse, durch Vorträge und Petitionen,
sondern durch den Mann der Tat, der es verstanden hat,
die Wünsche der besten des Volkes zu verwirklichen. Wir
j .) Vom Denkmal der Gefallenen der Technischen Hochschule in Charlottenburg.
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