Full text: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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ZU 5 Francs gerechnet, jetzt, und lo pCt. weniger in 5—6 
Jahren, dann also für rund 13 Francs der Hectoliter und 16% 
Francs oder 8 fl. der Mtc. 
Heute würden sich die Selbstkosten per Quarter von 
8 Bushels à i D. auf 8 D. = 33 V3 sh., und in 5—6 Jahren 
auf ca. 30 sh. stellen. 
Wenn jetzt diese Preise so viel höher sind, so haben sie 
eben den Erfolg, den Ackerbau in Amerika zu 
stimuliren. In der That habe ich auf meiner sehr ausge 
dehnten Rundreise in allen neueren Staaten nicht nur sehr 
zahlreiche neue Farmen entstehen sehen, sondern auch 
beobachtet, dass älter angesiedelte Farmer entweder ihre 
Cultur des Bodens verbessern, wozu ihnen die grossen Ein 
nahmen, welche sie in den letzten Jahren bezogen haben, Geld 
gaben, oder neuen Boden in Anbau nahmen, oder beides 
gleichzeitig thaten. Es gab 1880 über 4 Millionen Farmen in 
der Union und giebt Ende 1882 gut und gern rund 4'/, Mill, 
solcher. 
Die Annahme scheint nicht gewagt, sondern sogar eine 
massige, dass die nächsten 5 Jahre eine ebensolche Steigerung 
der Weizenproduction in den Mittel- und Weststaaten zur 
Folge haben werden, wie die 5 Jahre von 1876—1880, d. h. 
um rund 130 Mill. B. Die Mehrproduction in Californien, 
Oregon, Washington Territory, in Dakota, Colorado, Wis 
consin, Pennsylvanien, einigen Südstaaten, namentlich aber 
dem jetzt erst aufgeschlossenen Texas und dem vielleicht 
bald den Indianern abzudrängenden, höchst fruchtbaren Indianer 
Territory wird den Mehrconsum der Union reichlich decken, 
so dass dieselbe in ca. 5 Jahren, anstatt rund 200 Mill. B. im 
Jahre 1880, 330 Mill. B. wird zu exportiren haben. Alsdann 
"^md die Speculation den Preis um so weniger über die 
Selbstkosten halten können — was sie jetzt im grossartigsten 
Maassstabe thut — als Canada und Australien, vielleicht 
die La Plata-Länder und Britisch-Ostindien und Mexico 
jährlich einen grösseren Ueberschuss auf die Weltmärkte 
liefern werden. 
Ks wird nicht uninteressant sein, eine Skizze der Weizen 
production in der Welt hier anzuschliessen mit dem Bedarf
	        
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