Mehrere Betriebe von gleicher oder verschiedener Kapitalstärke
verbanden sich; — es entsteht die unserm heutigen Bankwesen
charakteristische Erscheinung der Fusionen und Interessengemeinschaften.
Beide Vorgänge haben eines gemeinsam: Voraussetzung
und Folge ist die Ansammlung großer Kapitalmassen.
Während in dieser Hinsicht die großen Berliner Bankinstitute
eine ständig machtvoller werdende Stellung sich zu sichern
wußten, haben auch unsere hauptsächlich in Betracht kommenden
badischen Kreditbanken ihre Betriebsmittel teils durch Ansammlung
von Kreditoren und Depositen, teils durch direkte Kapitalvergrößerungen
gewaltig gesteigert — ja in neuester Zeit die
Berliner Großbanken prozentual übertroffen, wie dies aus folgender
Tabelle hervorgeht:
L
Aktienkapital u. Reserven (in Mill. M.)
ult.
1905
ult. 1910
ult. 1912
°/o Zunahme 1905—1912
Deutsche Bank
258
307
312
121
Dresdner Bank
202
260
262
129
Rhein. Creditb. Mhm.
80
98
112
140
Südd. Disconto-Ges.
20
41
54
270 1 )
II.
Kreditoren u. Depositen (in Mill. M.)
ult. 1905 ult. 1910 ult. 1912 # / 0 Zunahme 1905—1912
Deutsche Bank
1064
1534
1573
148
Dresdner Bank
534
857
887
166
Rhein. Creditbank
95
164
184
194
Südd. Disconto-Ges.
18
64
61
339 1 )