Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

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(1207) 1868 Nov. 14 
1207. Marx an Engels; 1868 November 14. 
London, 14. November 1868, 
Dear Fred, 
Best thanks for £ 5. 
Seit ein paar Tagen hatte ich wieder Anfänge von carbunculo- 
sem. Da die Scheiße immer in dieser Zeit beginnt, habe ich sofort 
wieder mit dem Arsenik angefangen. Dies wird wohl weitere 
evolutions abschneiden. 
Ich schicke Dir anfolgend (rather nebenlaufend) von La- 
fargue zugesandte amüsante Ausschnitte aus der Pariser Presse. 10 
Du mußt sie zurückschicken, da Jennychen sich das Zeug sammelt. 
Einliegend auch ein hübscher Ausschnitt aus dem Figaro 
über die ökonomischen Volkssitzungen unter der leadership des 
Rabbiner A. Einhorn, generally known by the name of A.E.Horn. 
Dies (übrigens für die Agiotage praktisch gewandte) Vieh 1 
hat ein Buch, some time since, über die Banken veröffentlicht, 
wovon selbst der Economist sagte (obgleich die Times das 
Zeug feierlich besprach), daß es offenbar nur für Kinder geschrie- 
ben sei. 
Apropos des „Economist“, so wird es Dich wohl wunder- zo 
lich sein zu hören, daß — nach Vorgang des Thornton in 
Fortnightly Review der Economist verbatim erklärt 
hat: „No, law’ of demand and supply, in any sense 
which has yet been assigned to these words, exists ; neither in 
Fact, nor in tendency, do market prices conform to the rule com- zs 
monly supposed to govern them.“ 
Der große Büchner hat mir seine „Sechs Vorlesungen 
etc. über die Darwinsche Theorie etc.“ geschickt. Das 
Buch war noch nicht heraus, als ich bei Kugelmann war. Und Er 
(B[üchner]) schickt mir jetzt schon die zweite Ausgabe! Die zo 
Art, wie solche Bücher gemacht werden, ist nice. B[üchner] z. B. 
sagt (und jeder, der den Langeschen Quark gelesen hat, weiß es 
auch ohnedem), daß sein chapter über die materiali- 
stische Philosophie zumeist aus besagtem Lange ab- 
geschrieben ist. Und dieser selbe Büchner sieht mitleidig auf z; 
Aristoteles herab, den er offenbar nur vom Hörensagen 
kennt! Was mich aber ganz und gar amüsiert hat, ist folgende 
Stelle, bei Gelegenheit des Werks von Cabanis (1798): 
„Man glaubt beinahe Karl Vogt zu hören“, wenn 
man (bei Cabanis) Aussprüche wie die folgenden liest: „Das Ge- 4 
hirn ist zum Denken bestimmt, wie der Magen zur Verdauung oder 
die Leber zur Abscheidung der Galle aus dem Blut“ usw. 
ı) Von Marx unterstrichen 
" 9—26.
	        
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