Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

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(1377) 1870 Juli 5 
neigung dagegen. Er hat also akzeptiert bei J. Higham, 131 Stran- 
geways, Manchester. (Brass Musical Instruments.) 
Die Schwierigkeit ist, daß er das eine Kind, No. II, gleich mit- 
bringen muß und die beiden andern in wenigen Wochen nach- 
kommen lassen will. Er braucht daher kleines Häuschen in Man- 
chester und irgendeine zuverlässige weibliche Person für Wartung 
der Kinder und domestic management. Sein Einkommen zunächst 
3 £ weekly. Könnte Lizzy nicht für letztres direkt oder indirekt 
etwas tun? 
Dupont ist politisch ein Charakter, aber privatim enorm x 
schwach. D’abord verträgt er nur sehr wenig Spirituöses, ohne 
gleich sehr excited zu werden. Secondly läßt er sich leicht von 
seiner Umgebung beherrschen und ausbeuten. 
Er wird vielleicht noch im Lauf dieser Woche nach Manchester 
kommen. Jedenfalls schreibe ich Dir über den Tag seiner Ankunft ı 
vorher. 
Aus einliegendem Brief von Meißner wirst Du sehn, wie die 
Sache dort steht. Auf die Trittbriefe von Kugelmann, der 12. Au- 
gust abreist nach Karlsbad und mit Hausmiete auf meine Erklä- 
rung wartet, habe ich geantwortet mit Meißners Brief. Ich er- 2 
innerte ihn, daß Meißner in seiner Gegenwart mir bestimmte Aus- 
sicht auf zweite Auflage und Zahlung für Ostermesse gemacht, 
und setzte hinzu, daß, under present circumstances, ich nicht sagen 
könnte, weder wann, noch ob ich überhaupt nach Karlsbad gehn 
würde. Hence sein einliegender Brief. Ich habe noch nicht geant- z 
wortet, weil wir noch warten auf Antwort von Dublin von wegen 
O0’Donovan Rossas Photogramm. 
Lafargue hatte mir angezeigt, daß ein junger Russe, Lopatine, 
von ihm ein Empfehlungsschreiben bringen würde. L[opatine] be- 
suchte mich Sonnabend, ich lud ihn für Sonntag ein (war bei uns # 
von 10 o’clock bis Abends 12) und retournierte Montag nach 
Brighton, wo er wohnt. 
Er ist noch sehr jung, war 2 Jahre im Karzer, nachher 8 Monate 
Festungsgefängnis im Kaukasus, von wo er entfloh: Er ist Sohn 
armen Adligens und hatte sein Brot auf der Universität von St. # 
Petersburg sich durch Stundengeben zu verdienen. Lebt jetzt sehr 
dürftig von Übersetzungen für Rußland. Wohnt in Brighton, weil 
er dort 2—3mal täglich gratis — in gewisser Entfernung von offi- 
ziellem Badeplatz sich im Meer baden kann. 
Ein sehr aufgeweckter, kritischer Kopf, heitrer Charakter, # 
stoisch wie ein russischer Bauer, der mit allem vorlieb nimmt, was 
er findet. Schwacher Punkt: Polen. Hier spricht er ganz wie ein 
ner — say an English chartist of the old school — von Ir- 
and. 
Er erzählte mir, daß die ganze Geschichte von Hleuaespbp] #
	        
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