Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

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(1102) 1868 Febr. 2 
Rheinwein; Moselwein habe ich nur noch ein paar Flaschen, und 
die sind in Mornington Street, wo ich sie nicht packen lassen kann. 
Dann bin ich auch der Satlurday] Rev[iew] nachgelaufen und 
habe mit vieler Mühe die Notiz erwischt. Wenn Du sie nicht ge- 
sehn hast, so kann ich Dir Kopie schicken — nicht viel dran, aber 
immer ein gutes Zeichen. 
Ich habe jetzt, außer der starken Beschäftigung beim Jahresab- 
schluß und der aus dem sich wieder belebenden Geschäft entstehen- 
den, noch als Vorsitzender der Schilleranstalt heillose Läuferei, da 
Jie Sache mit dem Baufonds sich in 14 Tagen entscheiden muß, und 10 
mir bis dahin alle Arbeit selbst zufällt. Indes werde ich doch mit der 
Geschichte für die Fortnightly anfangen. So wichtig und interessant 
die Sache über das Geld auch für England ist, so halte ich es doch 
für angemessen, sie diesmal in den Hintergrund treten zu lassen, 
sie würde von der Hauptsache ablenken und eine lange Ausein- 1 
andersetzung erfordern, damit der Engländer nur verstehe, daß es 
sich vom einfachen Geld als solchem handelt, das er ge- 
wohnt ist, nur in seiner Verwicklung mit Kreditgeld etc. sich vor- 
zustellen. Was hältst Du davon? 
Die Idee von Kertbeny, Dich in der Leipziger Illustrierten por- % 
trätieren zu lassen, ist ganz famos.. Diese Art Reklame dringt 
dem Philister in seinen tiefsten Busen. Gib ihm also ja Alles, was 
er dazu braucht. Der Mann ist auch sonst zu brauchen, sehr wil- 
lig, und hat das Bedürfnis emsiger Einmischung überall und in 
Alles. Eitel, aber nicht dumm für einen Ungarn. Deine Beurtei- 2% 
lung der Deutsch-Östreicher damals war sehr richtig. 
Der Pole Card hat mir wirklich in seiner Unterschrift einen un- 
löslichen Puzzle hingestellt. Cwi . . . chiewicz, weder meine Hand- 
schriftenkenntnis, noch meine Philologie reichen zu dessen Lö- 
zung aus. Of course, he would never do as a translator, und was % 
Schily schreibt, ist sehr faul. Wenn Reclus allein fr. 3—4000 
haben will und Moses, der die Hauptarbeit tun will, auch noch 
sein Teil, und Du die droits d’auteur bezahlt, wo soll da ein Ver- 
leger herkommen? Und diesen Leuten das „Kondensieren“ und 
„Französieren““ zu überlassen? Moses, der eher fähig wäre, das % 
Kapitel über die Bildung des absoluten Mehrwert[s] in 20 Bände zu 
verwässern, als eine Seite davon um eine Zeile zu kondensieren? 
Dies hast Du Dir indes selbst zuzuschreiben; wenn man für die 
deutsche Wissenschaft streng dialektisch schreibt, so fällt man 
2achher bei den Übersetzungen, besonders den französischen, in « 
ırge Hände. 
Die Frankfurter Börsenzeitung, wie alles Andre, habe ich an 
Meißner geschickt, von dem ich seitdem nichts gehört habe. Ich 
schrieb ihm, er solle aus den diversen Artikeln eine Annonce kom- 
ponieren. 
E,1—2 28 (Cwi.. . )—30 (und) 
36 (über... Mehrwert} 
37 (als . . . Kondensieren),
	        
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