(1411) 1870 Sept. ca. 13
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erklärten sich bereit, das Zimmer zu tapezieren, wenn Sie es
wünschten; sie meinten aber beide, daß die rote Tapete jetzt,
nachdem sie gereinigt, ausgeflickt und in Stand gesetzt, jeder
andern billigern vorzuziehen sei und daß sie 3mal so teuer als
; die Tapete im front room und daß sie die echte dining room Ta-
pete sei. Ich ging darauf mit Lenchen noch einmal hin, da ich mei-
nen eignen Augen nicht recht traute, und Lenchen war entschie-
den der Meinung der „Smith’s“ und behauptet noch jetzt, daß
sie sie jeder anderen vorziehe, Ich ward unentschieden, und da ich
‚o nicht recht wußte, was tun ist, so wartete ich auf Ihren Brief. Viel-
leicht wäre es am besten, Sie sähen sich die Sache selbst hier an
und entschieden dann. Es kann in einem Tage fertig sein, wenn
Sie eine neue haben wollen. Bitte schreiben Sie, wie Sie es haben
wollen. Das Haus schien uns sonst von oben bis unten in vollem
“ repair, und wir konnten beide nichts herausfinden. 2 zerbrochene
Fenster wurden eben eingesetzt und ein neuer robinet (ich weiß
eben das deutsche Wort nicht) am Waschestein in der Wasch-
küche. Sonst schien mir alles in Ordnung und ich glaube, daß der
Mann noch Fehlendes gleich besorgen wird. Er schien mir ganz
zw willig zu allem.
Sie müssen jedenfalls einige Nächte bei uns bleiben und am
Tage von hier aus Ihre Arrangements treffen. Wir werden schon
Raum für Beide finden. Wir bewohnen ja einen wahren Palast und
nach meiner Idee ein viel zu großes und teures Haus.
Seraillier hat von Paris einen sehr interessanten Brief geschrie-
ben, der alles wörtlich bestätigt, was wir alle längst von den lie-
benswürdigen Phrasisten wußten.
Seraillier sagt, man werde fast zerrissen, wenn man die Wahr-
heit sage, und selbst die Bessern und Besten lebten von den 1792
% Erinnerungen. Er ist ganz entzückt von Rochefort, mit dem er
2mal zusammen war, und hat sich in die Verteidigungskompagnie
du cher Gustave aufnehmen lassen. Es ist vielleicht besser, dem
Dupont einstweilen nicht mitzuteilen, daß Seraillier le sol sacre
verteidigen hilft. Zuletzt möchte er doch „le coeur gros‘“ haben
3 und fort wollen. Et ä quoi bon? Dupont mit seiner Reizbarkeit
würde dort schön ankommen. Von Lafargues haben wir keine
Nachricht. Ich bin so froh, daß der safe ist.
Jenny fühlt sich besser, leidet aber tief für die grrande nation,
in die beide Mädchen rein vernarrt sind. Mit der Zeit wird’s an-
% ders werden, Wir Alle hatten ja diesen raptus.'
Die besten Grüße an Ihre liebe Frau von Ihrer
m
Jenny Marx.
Marx-Engels-Gesamtausgabe, I. Abt., Bd. 4
Vr. 1411