Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

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(1462) 1877 März 7 
Sache und des Herrn Barry) des Artikels, den jene 8 Journale 
schon gedruckt, nämlich den bezüglich Gladstones Article in the 
„Contemporary Review“. Schreibt an Barry, was zu tun, im Fall 
von libelklage? Ich habe Barry — der zur Vorsorge sich schon 
mit den gemeldeten 8 papers ausgerüstet — über die zu gebende 
Antwort instruiert. I must be very much mistaken if even this 
hesitation (which we shall, however, overcome) has not some- 
thing to do with the „seruples‘“ of Mr. Collet”. It is, in fact, too 
bad to take the secret diplomacy business out of their hands! 
Übrigens ist die russische Diplomatie völlig aufs farcenhafte x 
heruntergekommen. Die tour des Herrn Ignatieff, ob zunächst er- 
Folgreich oder nicht, bleibt unter allen Umständen eine noch gro- 
teskere und mehr kompromittierliche Wallfahrt als die des Herrn 
Thiers nach dem 4. September Kladderadatsch. 
Ich habe von dem edlen Gambuzzi eine 9 pages starkes, 
von ihm selbst verfaßtes Nachwort an den edlen Fanelli, der 
nun gestorben ist, erhalten. Sollte mich wohl reuig machen wegen 
der in der Schrift über die Alliance enthaltnen Kränkungen ejus- 
dem Fanelli. 
Dein K.M. % 
1463. Engels an Marx in London; Brighton 1877 
Mai 27. 
42 Kings Road, Brighton, 
27. Mai 1877. 
Lieber Mohr, 
Du wirst Dich wundern über mein hartnäckiges Schweigen. Ich 
hab eine verdammt schlechte Woche gehabt mit meinem Aug, die 
hellscheinende Sun hat ihm kein gut getan. Seit 8 Tagen trag ich 
die Brille den ganzen Tag und habe dem Alkohol den Abschied 
gegeben, fand aber anfangs gar keine Besserung. Erst seit gestern 
entschiedne Wendung, so daß ich mein Aug nicht mehr fühle. 
Wenn ich nach London komme (Freitag), werd ich dem Ding ent- 
schieden. ein Ende machen, ich bin diesen Zustand satt, in dem 
man nichts machen kann. 
Die dummen englischen Zeitungen fabeln von enormen Fort- # 
schritten der Russen in Armenien, an denen bis jetzt sehr wenig. 
Wenn aber die Softas in Konstantinopel nicht bald voran machen, 
kann Mukhtar Pl[ascha] großen Schaden anrichten. — Für die 
Kriegführung an der Donau bezeichnend, daß der Zar erst hin- 
kommen muß, ehe etwas geschieht. Im Übrigen scheint die rus- % 
sische Armeeverwaltung bis jetzt in der Tat besser als erwartet; 
1) Im Orig, Collett’s 
A 
Xr. 1462.
	        
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