Full text : Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

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(1500) 1881 Juli 27

Tussy hatte, wie es scheint, ihrem dortigen Korrespondenten von
meiner Ankunft geschrieben, und so, erzählt mir Longuet, daß sie
bereits öffentliches Geheimnis ist. Die „Anarchisten“, sagt er, werden
 mir bösartige wahlmanövrige Absichten zuschreiben. Clemenceau
 sagte ihm, ich habe absolut nicht[s] von Polizei wegen zu
befürchten,

1501. Engels an Marx in Argenteuil; Bridling
ton Quay 1881 Juli 29.

1 Sea View,
Bridlington Quay, Yorkshire,
29. Juli 1881.

Lieber Mohr,
Ich erhielt Deinen Brief gestern Morgen noch vor unsrer Abreise
 und war sehr froh zu erfahren, daß es Euch auf der Reise
noch so verhältnismäßig gut ergangen ist. Aber Du hast recht, die 7
Rückreise mit Unterbrechung machen zu wollen; es ist doch arg
riskant, eine solche Kranke 12 Stunden auf den Beinen zu lassen.
Ich hoffe nur, daß die Luft- und Szenerieveränderung die gewünschte
 Wirkung nicht verfehlt.
Wir fuhren 10.30 ab, kamen 5.5 hier an, minus meines Koffers, 7
der sich verirrt hatte, aber noch Abends einsprang; fanden nach
ca. 15 Minuten Suchen brillante und nicht zu teure Wohnung
(2 Häuser von der vorjährigen, aber weit besser in jeder Beziehung),
 hatten gestern einigen Regen, aber heute scheint’s sich
allmählich aufzuklären. Um für den uns in London in der letzten 2
Zeit wieder vertraut gewordenen Fall des Regenwetters gedeckt zu
sein, holte ich mir vorgestern von Tussy den Skaldin und die beiden
 ersten Bände der Maurerschen Fronhöfe, .
Wir denken hier zunächst 3 Wochen zu bleiben, vielleicht 4, je
nach Wetter und sonstigen Umständen. Cheques habe ich bei *
mir; wenn Du was brauchst, genier Dich nicht und gib die Summe
an, die Du ungefähr gebrauchst. Deine Frau darf und soll sich
nichts abgehn lassen; was sie wünscht oder wovon Ihr wißt, daß es
ihr Freude macht, das muß sie haben.
Tussy war vorgestern eben noch bei uns, und so ging ich mit ihr *
die Bücher holen und das unvermeidliche Pilsener mit ihr zu
trinken. Hier kann man deutsches Bier einiger Maßen entbehren,
das Bitter ale in dem kleinen Caf& am Pier ist vortrefflich und
schäumt wie deutsches.
Schreibe bald wieder, wie es geht.
Herzliche Grüße von uns Allen an Deine Frau und Jenny.

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