Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

(1127) 1868 April 22 
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preis des konstanten Kapitals derselbe, weil der Wert seiner 
Bestandteile in Folge vergrößerter Produktivität der Arbeit um 
"wo sinkt, so jetzt: 400 c + 110 vl + 110 m oder ne == 21° 0% 
Profitrate, die also um about 1*/2% gestiegen wäre, während die 
; Rate des Mehrwerts, ES = ‚ nach wie vor 100% ist. 
Das Steigen der Profitrate wäre größer, wenn der Wert 
des konstanten Kapitals rascher sänke als der Geldwert, und klei- 
ner, wenn langsamer. Es wird aber so lange fortdauern, als irgend- 
ein Wertfall des konstanten Kapitals stattfindet, dieselbe Masse 
io Produktionsmittel daher nicht 440, statt früher 400 £ kostet. 
Daß aber, speziell in der eigentlichen Industrie, die Produk- 
tivität der Arbeit einen Anstoß erhält durch den sinkenden Geld- 
wert, das bloße Anschwellen der Geldpreise und die allgemeine 
internationale Hetzjagd auf die vermehrte Geldmasse, ist ein histo- 
ıs risches fact und speziell nachzuweisen von 1850—1860. 
{n analoger Weise der umgekehrte Fall zu entwickeln. 
Wie weit nun in dem einen Fall das Steigen der Profitrate mit 
sinkendem Geldwert und, im andern, das Sinken der Profitrate mit 
steigendem Geldwert auf die allgemeine Profitrate wirkt, 
» wird teils vom relativen Umfang der besondern Produktions- 
zweige abhängen, worin der Wechsel stattfindet, teils von der 
Dauer des Wechsels, denn das Steigen und Fallen der Profit 
rate in besondern Industriezweigen braucht Zeit, um die andern 
zu infizieren, Dauert die Oszillation relativ nur kurz, so bleibt sie 
% lokal. 
Ich schicke Dir den „Courrier“ und Nain Jaune, den mir 
Lafargue geschickt. Salut. Dein K. M. 
1128. Engels an Marx; 1868 April 26. 
| Manchester, 26. April 18368. 
Lieber Mohr, 
Die Geschichte über Profitrate und Geldwert ist sehr nett und 
sehr klar. Nur ist mir nicht klar, wie Du SE als Profitrate 
annehmen kannst, da m ja doch nicht allein in die Tasche des In- 
 dustriellen geht, der ihn produziert, sondern mit dem Kaufmann 
usw. geteilt werden muß; es sei denn, Du nimmst hier den ganzen 
Geschäftszweig zusammen, unbekümmert darum, wie m zwischen 
Fabrikant, Grossist, Detaillist usw. geteilt wird. Auf Deine Ent- 
wicklung über diesen Punkt bin ich überhaupt sehr begierig.
	        
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