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und aus dem Flussbett zu räumen, wodurch eine Wassertiefe von 3 Fuss 4 Zoll unter Null
gewonnen wurde.
Die Versandungen zwischen Pressburg und Gönyö gaben Veranlassung zur Anschaffung
einer eigenen Dampfbaggermaschine.
Indessen unterbrachen noch immer die Katarakte des Eisernen Tliores den Lauf der
Schiffe. Die Hindernisse, welche die hochragenden Felsenbänke und die reissende Strömung
insbesondere in der Bergfahrt bereiteten, wurden vielfach für unüberwindlich gehalten.
Der geglückte Versuch, die Dampfschiffe über die Stromschnellen von Isias und
Greben fahren zu lassen, spornte aber dazu an, auch das gefürchtete Eiserne Thor zu bewäl
tigen. Der Inspector der unteren Donaulinie, Herr Constantin Lazar ich, setzte in umsichtiger
und muth voller Ausführung der erhaltenen Weisungen den schwankenden Meinungen die rasche
That entgegen, und siehe, sie gelang. Am 2. April 1846 drang der 7 Fuss tief gehende Rcmor-
queur «Eros« bei mittlerem Wasserstande längs des walachischen Ufers inmitten der zahlreichen
Klippen durch die Brandung der Wellen und Wirbel über das Eiserne Thor bis Orsova vor.
In wenigen Tagen folgte das in den Fahrten über die Stromschnellen oberhalb Orsova trefflich
bewährte Dampfboot «Ludwig«, welches am 12. April die Thal fahrt über das Eiserne Thor
bis Szibb in 26 Minuten, die Bergfahrt aber in einer Stunde 15 Minuten zurücklegte. Damit
fiel die letzte Schranke der Beschiffung; für den Handel von Centraleuropa resultirte daraus
die ununterbrochene Donaufahrt. —
Die Gesellschaftsverwaltung blieb jedoch dabei nicht stehen. Aufgemuntert durch die
Erfolge am Struden war sie darauf bedacht, die in dem engen, der Schiffahrt zugänglichen
Canale des Eisernen Tliores emporragenden Felsenspitzen zu beseitigen. Nachdem sie hiezu die
Genehmigung der österreichischen wie der walachisch en Regierung erhalten, ging sie an’sWerk.
Vom 24. Jänner bis 16. Februar 1848 wurden 433 Cubikschuh Felsen und mehrere Felsen-
spitzen abgesprengt. Das thatsächliche Besultat dieser Sprengungen bestand darin, dass fortan
Dampfboote bei einem Wasserstande von 8 Fuss über Null am Pegel von Orsova über das
Eiserne Thor fahren konnten, während bis dahin die Fahrten eingestellt werden mussten, wenn
das Wasser unter 10 Fuss über Null fiel.
Die Staatsverwaltung beharrte jedoch auch diesen Anstrengungen der Gesellschaft
gegenüber in ihrer Passivität. Wol Hess sich der Präsident der allgemeinen Hofkammer,
Freiherr von Kübeck, 1847 eine Denkschrift über die der Dampfschiffahrt auf der Donau
entgegenstehenden Hindernisse und die Nothwendigkeit der Regelung ihres Strombettes über
reichen; zur That wurden aber die darin gemachten Vorschläge nicht.
Die Schwierigkeiten, welche der eigentliche Schiffahrtsbetrieb zu überwinden hatte,
bildeten jedoch nicht die einzige Sorge, welche auf der Gesellschaftsverwaltung lastete. Je mehr
die Betriebsmittel anwuchsen, desto unzulänglicher ward der bisherige Winterhafen bei Altofen,
desto drohender Wasser- und Feuersgefahr. Es musste einerseits zur Anlage von Eisbrechern
und Aufstellung eines Pompierscorps in Altofen, andererseits zur Vermehrung der Winterstände
geschritten werden.
Eine Frage von höchster Wichtigkeit bildete die Deckung des Kohlenbedarfes, nachdem
die Gesellschaft inzwischen durch die rasche Vermehrung ihrer Betriebsmittel zum grössten
Kohlenconsumenten der Monarchie herangewachsen war. Von 750.000 Centnern im Jahre 1845
war der Bedarf für 1846 schon auf eine Million Centner gestiegen, ohne dass sich die Hoffnung
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