Full text : Die deutsche Kali-Industrie 1930

Kali-Chemie Aktiengeseilschaft

5. Werk Heilbronn.
Anlagen:
Auf dem Werk Heilbronn befindet sich eine neuzeitlich
 eingerichtete Ammoniaksodafabrik mit einer
Jahresleistung von etwa 90000 t. Daneben wird
Hirschhornsalz (720 t jährlich) hergestellt.
Mit dem württembergischen Staat ist auf längere
Zeit ein Soleausbeutungsvertrag abgeschlossen, der
sich über eine ÖGrundstücksfläche von etwa
12.000000 qm erstreckt, Die diesbezüglichen Bohranlagen
 des Werkes befinden sich in der benachbarten
 Gemeinde Böckingen. Die für die Jahresproduktion
 erforderlichen Mengen Kalksteine — insz.

 Werk Hönningen,
Anlagen:
Auf dem Werk befindet sich eine Anlage zur Herstellung
 von Bariumcarbonat mit einer Gesamtjahreskapazität
 von etwa 35000 t. Als wertvolles Nebenprodukt
 entfallen etwa 5000 t Brockenschwefel, Ferner
befinden sich auf dem Werk modern eingerichtete
Anlagen für die Herstellung von Superphosphat und
Ammoniak-Superphosphat mit einer Jahreskapazität
von etwa 36 000 t Superphosphat. Die für den Phosphatbetrieb
 erforderliche Schwefelsäure wird in
eigenen Betrieben mit einer Jahresmenge von etwa
11000 t gewonnen.
Das Werk verfügt über eigenen Werksbahnhof,
der Anschluß an die ‚Station Hönningen hat. Die
Wasserverladung erfolgt durch Lösch- und Ladeein-8,
 Werk Kanne,
Anlagen:
Auf dem Werk Kanne in Berlin-Niederschöneweide
 ist 1928 eine moderne Anhydrid-Anlage errichtet
 und in Betrieb genommen worden. Die Jahresleistung
 beträgt etwa 16500 t 100 %ige Schwefel-3äure,

Daneben verfügt Kanne über eine ebenfalls 1928
neu erbaute Anlage zur Herstellung von schwefelsaurem
 Ammoniak mit einer Jahreskapazität von
etwa 6000 t.
Ferner sind Betriebsanlagen zur Herstellung von
Cyan-Blau und Rotkali mit einer Jahresmenge von
etwa 500 t bzw. 120 t vorhanden,
Das Werk verfügt über eigenen Werksbahnhof,
der an die Station Berlin-Niederschöneweide angeschlossen
 ist, und über Wasserverfrachtungsanlagen
an der Spree,

9. Schwerspatbergwerk Meggen,
Anlagen:
Der für die Bariumcarbonat-Produktion im Werk
Hönningen benötigte Schwerspat wird in dem eigenen
Bergwerk in Meggen a.d.Lenne mit einer Jahreskapazität
 von etwa 60000 t gewonnen. Das Bergwerk
 ist mit einer elektrischen Fördermaschine versehen,
 Die Verbindung mit der vorhandenen Mahlanlage
 stellt eine Seilbahn her. — Ein Teil des
Schwerspates wird als Feinspat an Dritte abgesetzt.

i0, Werk Oberhausen,
Anlagen:
„Auf Werk Oberhausen befindet sich eine Schwefelsäure-Kammeranlage,
 ‘bestehend aus 8 Kammer-Systemen,
 mit einer Jahresproduktion von etwa
48000 t. Der Ausbau der Kapazität auf 80 000 Jahrestonnen
 wird Juli 1981 fertiggestellt sein.
Das Werk hat eigenen Eisenbahnanschluß zum
Bahnhof Oberhausen.

zesamt etwa 100000 t — werden aus eigenen, um-'’angreichen
 Kalksteinbrüchen der Gesellschaft in
\rnegg und Schnaitheim gewonnen.
Das Werk verfügt über eigenen Werksbahnhof
sowie Wasserverfrachtungsanlagen am Neckar,
Gesamtgrundbesitz:;
42 ha 38 a 85 am, wovon auf Betriebsanlagen
‚6 ha 43 a 96 qm und auf Werkswohnungen 65 a entallen.
 Der Rest in Größe von 25 ha 29) a 89 um
lient zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken. — Vorıanden
 sind 10 Werkswohnhäuser mit 28 Wohnungen.

.ichtungen in der benachbarten Gemeinde Rheinbrohl.
Die Verbindung zwischen dem Werk und der Veradestätte
 stellt die im Besitz der Gesellschaft beindliche
 Tochtergesellschaft, die Kleinbahn Rhein-’ırohl—Mahlberg
 G.m.b.H. her,
Gesamtgrundbesitz:
38 ha 57 a 87 qm, wovon auf Betriebsanlagen
:4 ha 16 a 98 qm und auf Werkswohnungen 4 ha 34 &
1 qm entfallen. Der Rest in Größe von 20 ha 6 a
35 qm dient zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken. —
Vorhanden sind 92 Werkswohnhäuser mit 161 Werkswohnungen.

Zu dem Werk Hönningen gehören wertvolle
Kohlensäurequellen, deren Ausbeutung vervachtet ist.

Grundbesitz:
Zu dem Werk Kanne gehört umfangreicher, ar
Außläufen und Seen gelegener Grundbesitz, der —
für Fabrikationszwecke entbehrlich — in absehbarer
Zeit wertvolles Farzellierungsgelände darstellt.
Der Gesamtgrundbesitz beträgt 110 ha 3 a 26 qm,
vovon auf Betriebsanlagen 6 ha 23 a 40 qm und auf
Werkswohnungen 2 ha 30 a 90 qm entfallen, während
ler Rest in Größe von 101 ha 48 a 96 qm zur Zeit
andwirtschaftlichen Zwecken dient. — Vorhanden
sind 10 Werkswohnhäuser mit 51 Wohnungen.
Schließlich befindet sich auf dem Werk Kanne
noch das neuzeitlich eingerichtete Versuchs-'aboratorium
 der Gesellschaft.

Das Werk hat eigenen Eisenbahnanschluß zur
Station Meggen.
zesamtgrundbesitz:
31 ha 94 a 8 qm, wovon auf Betriebsanlagen 20 a:
1 am und auf Werkswohnungen 12 a 38 qm entallen,
 während der Rest in Größe von 31 ha 61 a
59 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. —
Vorhanden sind 4 Werkswohnhäuser mit 10 Werksyohnunrgen.


Grundbesitz:
5 ha 77 a 43 qm, wovon auf Betriebsanlagen 3 ha
32 a 79 qm und auf Werkswohnungen 45 a 98 qm
antfallen. Der Rest in Größe von 1 ha 68 a 71 qm
lient zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken. — Vorhanden
 sind 5 Werkswohnhäuser mit 20 Wohnungen.
            
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