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Die Lehrlinge gliedern sich in ihrer Verteilung auf die Be-
zirksverbände wieder mehr den Zahlen für die gesamte Bauarbeiter-
schaft an. Die örtliche Verteilung der Lehrlinge wird noch in einem
späteren Kapitel ausführlicher besprochen werden.
Die Verteilung der Hilfsarbeiter, die infolge ihrer großen
Zahl den Gesamtdurchschnitt für die Bauarbeiter naturgemäß aus-
schlaggebend beeinflussen, entspricht demgemäß fast genau der Ver-
teilung der gesamten Bauarbeiterzahl. An der Spitze stehen die Be-
zirke Berlin, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Breslau und Köln mit
je rund 29000 bis 33 000 Bauhilfsarbeitern.
Eine Gegenüberstellung der amtlichen Berufszählungsergebnisse
mit der Zahl der im Deutschen Baugewerksbund nach dem Stande
vom 380. September 1928 organisierten Arbeiter nach einzelnen Be-
zirksverbänden stößt auf zahlreiche methodische Schwierigkeiten, die
für einige Berufe überhaupt keinen Vergleich zulassen. Zunächst
sind die Berufszählungsergebnisse grundsätzlich nach dem Wohnort
aufgestellt, da ja die Haushaltungslisten in der Wohnung ausgefüllt
sind. So sind zum Beispiel die in Berlin beschäftigten, aber außer-
halb Berlins wohnenden Bauarbeiter von der Berufsstatistik außer-
halb Berlins erfaßt worden. Für die Zugehörigkeit zu einer Bau-
gewerkschaft (Ortsgruppe) kommt dagegen fast ausnahmslos die.
Arbeitsstätte in Betracht. Vergleichsschwierigkeiten ergeben sich
allerdings nur dann, wenn Arbeitsstätte und Wohnort in ver-
schiedenen Bezirken liegen. Bei der räumlichen Größe der Bezirke
sind solche Fälle jedoch sicherlich nicht allzu häufig, da sie ja nur
längs der Bezirksgrenzen denkbar sind und die hauptsächlichsten
Arbeitsplätze in den größten Städten, meist in der Mitte der Bezirke
liegen. Trotzdem können sich hieraus in manchen Bezirken, be-
sonders in Rheinland-Westfalen, Vergleichsstörungen ergeben.
Die größten Schwierigkeiten liegen jedoch in der Ungleichartig-
keit der Zuteilung zu einzelnen Berufsgruppen. Die Berufe der
Maurer, der Bau-Werkmeister, der Glaser, der Töpfer sind zum Bei-
spiel so fest umrissen, daß die Berufsangehörigen sowohl bei der
Zuweisung zu den Fachgruppen des Deutschen Baugewerksbundes
als auch bei der amtlichen Berufsstatistik gleichmäßig als Maurer, als
Glaser usw. eingruppiert worden sind. Da aber die amtliche Berufs-
zählung, wie auf Seite 101 gezeigt, die Feuerungs- und Schornstein-
maurer, Fliesenleger, Isolierer und Steinholzleger in die Maurer-
gruppe eingereiht hat, ohne daß es möglich wäre, diese Berufe für