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Im Holzgewerbe und im Bekleidungsgewerbe, also in Gewerbe-
zweigen mit noch starkem handwerksmäßigen oder kleingewerblichen
Charakter, sind im Verhältnis zu den dort überhaupt tätigen Personen
nur sehr wenige Maurer gezählt worden.
Betrachtet man die Verteilung der Glaser auf die einzelnen
Gewerbezweige, so zeigt sich, daß hier mehr als der fünfte Teil der
außerhalb des Baugewerbes tätigen Glaser im Holzgewerbe, und
zwar hauptsächlich in der Möbelindustrie, gezählt worden sind. Diese
Glaser kann man jedoch nicht in dem gleichen Sinne wie die Maurer
als Betriebshandwerker werten; denn ihre Funktionen sind durchaus
verschieden. Die Maurer werden bei der Instandhaltung der Fabrik-
anlagen beschäftigt, während die Glaser an der Herstellung von Holz-
bauten, Bauteilen (Fenster und Türen) sowie von Möbeln, also an der
eigentlichen Produktion, beteiligt sind. Eine größere Anzahl von
Glasern findet sich weiterhin im Maschinen- und Fahrzeugbau, und
zwar sind sie hauptsächlich im Maschinenbau (rund 160), im Wagen-
bau (rund 110) und im Automobilbau (rund 100) beschäftigt. Rund
400 Glaser sind in der Glasindustrie, 350 im Handelsgewerbe und
300 im Verkehrswesen — und zwar im Eisenbahnwesen — gezählt
worden.
Außer den 9522 im Baugewerbe und den 7663 in den Töpfereien
und sonstigen feinkeramischen Betrieben gezählten Töpfern sind
noch rund 250 Töpfer in der Glasindustrie und je rund 200 in der
Ziegelindustrie und der grobkeramischen Industrie festgestellt wor-
den. Töpfer in nennenswerter Zahl finden sich außerdem nur noch
im Handelsgewerbe mit rund 130, im Apparatebau mit rund 120, in
der Großindustrie und im Maschinenbau mit je rund 70 Töpfern.
Für die Betonbaufacharbeiter und für.die Putzer
und Stukkateure kann ein Nachweis darüber, in welchen
speziellen Gewerbezweigen die außerhalb des Baugewerbes be-
schäftigten Berufsangehörigen tätig sind, auf Grund der amtlichen
Berufsstatistik nicht erbracht werden.
IV. Berufsnachwuchs und Lehrlingsfrage.
a) Die Bauarbeiter insgesamt,
Das Problem des Berufsnachwuchses ist in der letzten Zeit meist
von seiner qualitativen Seite her näher in Angriff genommen worden.
Die Frage nach den besten Wegen, die zu einer sach- und zeit-