Full text: Vorschläge zu Siedlungskorrekturen in der Gemeinde Thayngen (Kanton Schaffhausen)

braucht nad den Gründen des Hierorts jtarf 
entwidelten QLandhungers nicht lange zu fra- 
gen. Da der größte Betrieb nur 12'/2 Hektar 
mißt, ijt für den bäuerliHen NadHwudhHs auch 
im Bereidh von etwaigen Großhbauernbetrieben 
fein Qand frei zu maden. Klima und Boden 
begünitigen in Thayngen den Yderbau, bdeljen 
reichlide natürlihHe Ausdehnung bei anjehnli- 
Her ViehHwirtihHajt den räumliqh eingeengten 
Landwirten die Möglichkeit gibt, in intenjiver 
MWirtjhaft einen Ausweg zu finden. Wobei 
allerdings zu beachten ijt, dakK Bodengejtalt 
und herfömmlidhe Siedlungsverhältnijje heute 
noch diejer Entmidlung gewijje Grenzen fteden. 
Yis im typijd allemannijden Siedlungsgebiet 
gelegen, verrät das alte Ihayngen ausge|pro- 
OhHenes Gedrängtwohnen im Sinne des Haufen: 
dorfes; von 88 Bauerngewerben find nur 7 in 
Einzelhöfen gelegen. Mit dem Gedbrängtwoh- 
nem und der hierorts früher vorhandenen Drei- 
felderwirifchaft ijt tarfe Güterzerftücdelung 
verbunden, Thayngen zählt 577 Grundbefiker 
mit 5196 Parzellen; die durdhfHnittlidhe Gröbe 
der Rarzelle ijt 9 AWren, Dazu fommt der wei: 
tere er[hmwerende Umitand, daß ein Teil des 
WirtjdhHaftslandes bis über 100 Meter erhöht 
über der Sohle des Bibertales, das die ganze 
Heldjlur durcfjHneidet, Iiegt und daher vom 
Dorfe aus nur mühjam zugänglich ijt. Der 
Zwang, der darin kiegt, daß einerjeits Die 
Qandwirte Thayngens bei Meiner durchjOÖnitt- 
lider Wirt/hHaftsfiäde Höädhftleijtungen aus der 
HIädheneinheit herausholem follten, während 
anderfeits diejes Beitreben durch gewijje natlir- 
lige und wirt/hHaftlihHe Faktorem er]Hwert 
wird, Jollte unbebingt dazu führen, daß Diele 
Schwierigkeiten fo gut wie möglid) zu Deleiti- 
gen verjucht werden. 
Mit diejem Sinweije fommen wir zur Er- 
örterung des Hauptergebnifjes des Kolonifa:
	        
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