schliffmengen sind nicht näher zu ermitteln; aber es ist ersichtlich, daß
von der Holzschliffproduktion zur Papierherstellung nur ein geringer
Teil auf den Markt kommt; schätzungsweise rechnet man rd, 15 % der
(Gesamtvproduktion als Verkaufsproduktion*).
7. Chemikalien, Füllstoffe, Materialien
Über die Höhe des Hilfsstoffverbrauches der papiererzeugenden
Industrie lassen sich nur wenige Angaben und diese nur unter allem
Vorbehalt machen. Voran steht der Verbrauch von Chemikalien und
Füllstoffen, unter denen Porzellanerde, Harz, schwefelsaure Tonerde,
Chlorkalk, Kasein und Kartoffelmehl besonders wichtig sind. Nächst den
Chemikalien und Füllstoffen hat der Verbrauch an Papiermaschinenbespannung
größere Bedeutung, deren Hauptanteil auf Naß- und Steigeflze
entfällt. Die weiteren Hilfsstoffe, Verpackungsmaterialien und
Schmiermaterialien haben anteilsmäßig nur geringere Bedeutung. Man
wird insgesamt den Anteil des Chemikalien-, Füllstoff- und Materialienverbrauchs
am Produktionswert der reinen papiererzeugenden Industrie
mit annähernd 8 bis 9% nicht zu hoch schätzen. Für die gesamte
papiererzeugende Industrie wird der Anteil geringer sein, da die reine
papiererzeugende Industrie den verhältnismäßig größten Bedarf an
Hilfsstoffen hat. Doch dürfte der Hilfsstoffverbrauch der gesamten
papiererzeugenden Industrie im Anteil am Produktionswert sowohl den
Stroh- als auch den Lumpenverbrauch stark übertreffen. In den speziellen
Zweigen der Strob-, Lumpen- und Altpapierverarbeitung steht
er naturgemäß vor dem jeweiligen Rohstoffverbrauch weit zurück,
Die Hilfsstoffe sind gegenüber der Vorkriegszeit aus allgemeinen
Gründen stark verteuert, teilweise weit über 50%; so lag im Jahre
1928 der Preis für Schwefel etwa 55%, für Chlorkalk 90 .%), für Filze
50 bis 100 %, für Kalksteine 138 %, für Heißdampfzylinderöl 150 %
über den Vorkriegspreisen. Der Anteil der Hilfsstoffe am Produktionswert
ist dementsprechend für die Vorkriegszeit geringer anzusetzen
ale heute.
® Betriebskraft
Nächst der Rohstoffversorgung war die Beschaffung starker und
möglichst billiger Betriebskraft von jeher eine der wichtigsten Fragen
;m Produktionsprozeß der papiererzeugenden Industrie. Solange die
Wasserkraftgewinnung direkt vor sich ging, zwang sie Sogar Zur unbedingten
Standortswahl in den Gebirgstälern. Heute ist eine direkte
Kraftausnutzung durch Wasserrad in der paplererzeugenden Industrie
aur noch vereinzelt, hauptsächlich in kleineren Betrieben bei bestimmten
(Aofä]leverhältniesen anzutreffen. Sehr viel häufiger ist dagegen noch,
1) Über die marktmäßigen Bindungen der Handelsholzschliffproduktion vgl.
Dritter Teil. IL