Makrokosmos und Mikrokosmos,
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vermöge der Bilder, die sie von ihm bewahrt hat, in ihrem eigenen
Sein zurück.“1) Die beiden Wege, die Cusanus scharf unter-
schieden hatte: der Weg von den Dingen zu den Vernunftbegriffen,
die indes blosse „Konjekturen‘“ bleiben müssen, und der andere
von den ursprünglichen und notwendigen Prinzipien der Erkennt-
nis zu den komplexen Folgerungen treten uns somit auch hier
entgegen; während indes bei Cusanus zwischen ihnen ein festes
logisches Verhältnis und eine feste Wertordnung stattfand,
bleibt es jetzt bei einem blossen Nebeneinander. Die beiden
Zweige und Richtungen des Denkens, die damit entstehen, lassen
sich fortan auch geschichtlich gesondert verfolgen: während der
erste Ansatz vor allem in der Erkenntnislehre des Telesio und
der italienischen Naturphilosophie weitergeführt wird, hat erst
die moderne Mathematik und Naturwissenschaft die zweite.
tiefere Grundtendenz begriffen und wiedergewonnen.