Full text : Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Descartes.

stimmte Eigenartaufweist, so mussdiese sich darin ausdrücken, dass
zwischen den beiden Grössen, die hier in Betracht kommen, beständig
 ein festes und unwandelbares Verhältnis erhalten bleibt,
das sich zahlenmässig in Form einer Gleichung ausdrücken lässt.
Die bisherigen Entwicklungen, die wir sämtlich den „Regulae
ad directionem ingenii“ entnahmen, haben uns unmittelbar bis
an die Schwelle der Cartesischen „Geometrie“ geführt; sie haben
uns nicht nur deren formale Gliederung, sondern auch ihre inhaltlichen,
 sachlichen Vorbedingungen verständlich gemacht. —
Ja, was mehr ist, wir befinden uns hier bereits in dem
logischen Zentrum, von dem aus die Grund- und Richtlinien der
Physik Descartes’. ausgehen. An keinem Punkte zeigt sich so
unmittelbar einleuchtend die Einheit der Wissenschaften und
ihr lückenloser Zusammenhang. Es gibt keine unvermittelten
Uebergänge, sondern jedes Gebiet von Fragen leitet von selbst
und unmerklich in die ihr verwandte und nächststehende Problemgruppe
 über. In der Tat: wenn ausgeführt wurde, dass
alle sinnlichen Eigenschaften für die Erkenntnis nur insoweit in
Betracht kommen, als sich in ihnen ein Mehr oder Weniger darstellt,
 wenn sich aber diese zahlenmässige Bestimmung nur mit
Rücksicht auf den Raum als möglich erwies: so heisst dies nichts
anderes, als dass alle Einzelmerkmale des empirischen Gegenstands
 sich wissenschaftlich lediglich in räumlichen Verhältnissen
 darstellen und wiedergeben lassen, Das Objekt der
Physik bietet der eingehenden und durchgeführten Analyse keine
andere Handhabe und keinen anderen Gesichtspunkt, unter dem
sie es betrachten könnte, als die Dimensionen der Länge,
Breite und Tiefe. Dies allein bedeutet es, wenn wir jetzt aussprechen,
 dass der physikalische Körper nichts anderes ist, als
der Inbegriff eben dieser Bestimmungen. Ausdrücklich betonen
die Regeln wiederum, dass es sich hierbei nicht darum handelt,
eine neue Existenz zu erdenken und einzuführen, sondern dass
damit nur der Gedanke festgehalten werden soll, dass alle Proportionen,
 welcher Art sie sein mögen und an welchem Subjekt
sie uns immer begegnen, ihr genaues Gegenbild und Correlat in
einem Verhältnis zwischen ausgedehnten Strecken besitzen
müssen.”) Die mannigfachen Beziehungen des Realen, wie unübersehbar
 sie auf den ersten Blick erscheinen. schliessen sich
            
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