Zu Buch II, Cap. 1.
Descartes.
') Campahnella, Metaphysik Pars TI, S. 331.
?) Descartes, Regulae ad directionem ingenii IV, (Opuscula
Posthuma Physica et Mathematica. Amstelodami 1701) S. 9.
3) Im Folgenden benutze ich die Ergebnisse meiner Unter-
suchung: „Descartes’ Kritik der mathematischen und naturwissen-
schaftlichen Erkenntnis“, die als Dissertation i.J, 1899 und seither
als Einleitung zu meiner Schrift „Leibniz’ System“ erschienen ist.
Ich versuche indes, den methodischen Einheitsgedanken Des-
cartes’ genauer bis in seine speziellen Anwendungen hinein zu ver-
folgen und ihn von dem metaphysischen Grundmotiv derSystem-
bildung schärfer und klarer abzugrenzen. Zugleich gehe ich,
wie es dem Plane der vorliegenden Schrift entspricht, vor allem
auf die geschichtlichen Beziehungen ein, die Descartes mit den
philosophischen Vorgängern und mit der zeitgenössischen Wissen-
schaft verknüpfen, während in der früheren Arbeit die Be-
trachtung sich vor allem auf diejenigen Probleme richtete, die
für die künftige Gestaltung der Philosophie durch Leibniz einen
Hinweis und einen Ansatzpunkt darbieten.
14) Regulae ad directionem ingenli, I u. VIII. — S. bes. Reg. VII
S. 24: „Neque res ardua aut difficilis videri debet ejus quod in
nobis ipsis sentimus ingenii limites definire, cum saepe
de illis etiam, quae extra nos sunt et valde aliena, non dubitemus
judicare. Neque immensum est opus res omnes in hac
universitate contentas cogitatione velle complecti, ut,
quomodo singulae mentis nostrae examini subjectae sint, agnos-