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1868 Banque de Montreux;
Gewerbebank Zürich, gegründet als Vorschuss- und
Kreditverein der Handwerker des Bezirks Zürich;
1872 Aargauische Creditanstalt;
Creditanstalt Luzern;
1890 Zürcher Depositenbank;
1896 Incasso- und Eff ec tenbank, Zürich;
Rhätische Bank (Bank für Davos);
Banca Svizzera Americana, Lugano;
1902 Banque de Depots et de Credit, Geneve;
1905 St. Moritzerbank, St. Moritz;
1906 Gewerbek asse Bern;
1908 Obwaldner Gewerbebank, Sarnen;
1909 Societe Suisse de Banque et de Depots, Lausanne.
Wie die Gründung der deutschen Kreditorganisationen auf Gegen
seitigkeit auch in der Schweiz zur Nachahmung reizte, zeigt die Ent
stehung der Handwerkerbank Basel im Jahr 1860. Im Schosse des
Handwerker- und Gewerbevereins entstand der Plan zu der Errichtung
einer Vorschussbank nach Schulze-Delitzsch. Die neue Bank hatte den
Zweck, den Bürgern und Einwohnern Basels vorübergehende Geldvor
schüsse zur Förderung ihres Berufes zu leisten. Das Bankkapital bestand
aus einer unbestimmten Anzahl Aktien von je 100 Franken, auf die die
Hälfte innert Jahresfrist einbezahlt werden musste. Die Geschäfte der
Bank bestanden:
1. In Gewährung von Darlehen auf bestimmte Zeit und in Krediteröff
nungen gegen genügende Deckung (Stellung eines oder mehrerer solider
Bürgen, Mitunterschrift der Ehefrau mit ihrem eingebrachten Ver
mögen, faustpfändliche Hinterlage von Wertpapieren, Gold oder
Silber, Verpfändung von Liegenschaften, Mobilien, Rohstoffen oder
Fabrikaten), beides nur an in Basel wohnende Mitglieder, die einen
selbständigen Beruf, sei es Handwerk, Gewerbe oder Handelsgeschäft
betreiben.
2. In der Annahme verzinslicher Gelder auf feste Verfallzeit oder in
Kontokorrent.
Schon 1861 aber hob die Generalversammlung die Beschränkung auf,
dass nur an Mitglieder Darlehen gewährt werden konnten, immerhin mussten
die Entlehner noch im Kanton wohnen. Diese Aufgabe des Schulze-
Delitzschen Grundsatzes der Gegenseitigkeit bildete die Grundlage für das
nun folgende kräftige Aufblühen der Handwerkerbank. 1867 wurde das