alle Zeit beseitigt, sondern sie bestehen für die Zukunft, und bei dem
Eintritt eines solchen Falles wird allerdings der Bimetallismus das
alleinige Mittel sein, um den Wertschwankungen des Geldes zu
steuern, mindestens die Wirkung derselben zu mildern.
Möglichkeit Die Möglichkeit der praktischen Durchführung bei Anpassung
des Se des gesetzlichen Wertverhältnisses an die faktischen Zustände suchten
Zukunft. wir darzulegen, und die Geschichte hat den Beweis geliefert, daß
wenigstens in früheren Zeiten eine solche Bindung sich lange Zeit
hindurch zu erhalten vermochte. Das wird im Auge behalten werden
müssen. Gelingt es also, den Geldwert nicht nur auf ein Metall,
sondern auf zwei Metalle zu basieren, die sich gegenseitig zu ergänzen
vermögen, so wird die Kaufkraft beider Metalle sicher eine
größere Gleichmäßigkeit erlangen können, als sie bei der Basis eines
einzigen Metalles zu erwarten steht. Das vielfach angewendete Bild
der zwei Säulen als Grundlage für einen Aufbau gegenüber einer
einzigen Säule wird als zutreffend anzuerkennen sein. Ebenso ein
anderes Bild. Können sich in einer internationalen Vereinigung die
beiden Metalle entsprechend ersetzen und ergänzen, wie die Flüssigkeiten
zweier miteinander verbundener Bassins, bei denen der Zufluß
bald in das eine, bald in das andere stärker läuft, während der
Abfluß bei beiden gleichmäßig bleibt, so wird hier das Niveau beider
Bassins, dort das Wertverhältnis beider Metalle bis zu einem gewissen
Grade bewahrt sein und damit der Geldwert gleichbleiben; auch eine
entstehende Goldknappheit wird durch Ersatz durch Silber gemildert
werden können. Man sagt nun dagegen, daß eine Bevölkerung, die
an die Goldzirkulation gewöhnt ist, das Silber refüsieren würde, wie
das thatsächlich sowohl in der Schweiz, wie in den Vereinigten Staaten
beobachtet wurde. Die Folge davon würde sein der Ersatz des Silbers
durch Papier; und man malt die Schrecken der Papierwährung an die
Wand, um von einem solchen Verfahren, welches das Silber in die
alten Rechte einführen soll, abzuhalten. Es ist aber nicht richtig, daß
damit eine Papierwährung in bestimmter Aussicht steht. Die Metallbasis
kann dabei vollständig gewahrt bleiben. Nicht eine beliebige
Ausgabe von Papier als Kreditgeld ist dabei in Betracht zu ziehen,
sondern die Form der Gold- und Silber-Certifikate, wie sie die
Nordamerikanische Union hauptsächlich in Umlauf hat, wo nur zur
Erleichterung des Verkehrs Scheine, die auf eine bestimmte Quantität
Metall lauten, als Repräsentanten des Metalles in Umlauf sind,
welches in den Kellern der Regierung aufgehäuft und nur nicht
selbst in den Verkehr gebracht ist. Diese Scheine haben sich in der
Zirkulation in hohem Maße bewährt und keine Nachteile der angedeuteten
Art gezeigt,
Das Ergebnis des bisher Ausgeführten ist nun, daß gegenwärtig
weder von einzelnen Staaten noch von der gesamten cirvilisierten Welt
auf Grund einer Währungskonvention der Bimetallismus eingeführt
werden kann, daß er dagegen für die Zukunft keineswegs ausgeschlossen
ist, er vielmehr theoretisch als berechtigt anerkannt werden muß,
wie er unter Umständen in der Zukunft auch in dem praktischen Leben
zur Milderung der Folgen einer entstehenden Goldknappheit zur Realisation
gelangen kann. Wenn nun von seiten der Bimetallisten fortdauernd
der Uebergang zur Doppelwährung schon in der Gegenwart
verlangt wird, um zukünftigen KEventualitäten vorzubeugen, und es als
höchst bedenklich angesehen wird, sobald ein weiteres Land zur Gold-