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gezahlt werden, so kann er die Subhastation des Gutes beantragen, um
aus dem Erlös Befriedigung zu erlangen.
Der Personalkredit findet naturgemäß Anwendung, wo Darlehen
auf kurze Zeit gefordert werden, und daher Zeitverlust und Kosten bei
dem Kreditgeschäfte vermieden werden müssen. Die Kreditierung
wird daher nur stattfinden, wo dem Gläubiger die Person des Schuldners
genau bekannt ist, und seine Verhältnisse genügend übersehen
und kontrolliert werden können. Das ist vor allem bei dem kaufmännischen
Verkehre der Fall, wo die Kreditierung auf einige Wochen
oder Monate geschieht, fortdauernd die Rückzahlung erfolgt und nach
kurzer Zeit ein neues Kreditgeschäft Platz greift. Wo die miteinander
in Geschäftsverbindung stehenden Kaufleute ihre Verhältnisse genau
gegenseitig zu übersehen vermögen, und ebenso die Banken die Zahlungsfähigkeit
ihrer Kunden, die bei ihnen ein Kontokorrent haben, genau
verfolgen können, genügt der Schuldschein in Wechselform, während
der Realkredit viel zu zeitraubend, umständlich und kostspielig ist.
Wer dagegen einem Grundbesitzer ein Darlehn auf 10 oder 20 Jahre,
der gar unkündbar überläßt, wie es von unseren landwirtschaftlichen
Kreditanstalten geschieht, dem genügt die Garantie des Schuldners nicht,
dessen Zahlungsfähigkeit durch Krankheit oder durch den Tod aufgehoben
werden kann. Hier muß zu der persönlichen eine sachliche
Sicherheit hinzugefügt werden, wie es durch die Verpfändung des Grundstücks
geschieht. Da es sich hier um ein Darlehn auf längere Zeit
handelt, kann auch die Eintragung der Hypothek kein Bedenken erregen,
auch wenn sie Monate in Anspruch nimmt und nicht unbedeutende
Kosten verursacht, die sich nun auf Dezennien verteilen.
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Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Kredites.
ii, Der Kredit liefert für Zahlungen in größeren Summen und an
entferntere Plätze in Noten, Checks, Wechseln ein weit vollkommeneres
Zahlungsmittel, als klingende Münze und erspart dadurch im Verkehre
Zeit und Arbeit. Diese Vorteile treten bereits im Binnenverkehre zu
Tage, wo für größere Summen, wie sie heutigen Tages fortdauernd
vorkommen, von Hunderttausenden bei einem Guts- oder Hauskauf,
oei dem Umsatz des Fabrikanten und der Kaufleute die Barzahlungen
große Schwierigkeiten, langwierige Arbeit des Auszahlens und erhebliche
Kosten des Transports verursachen würden. Dies trat besonders
zu Tage bei der Milliardenzahlung Frankreichs an Deutschland, wo
nur ein kleiner Teil von noch nicht 600 Millionen in klingender Münze
‘273 Mill. Fres. in französ. Gold, 239 Mill. Fres. in französ. Silber,
105 Millionen in deutschen Münzen und Noten, die zum großen Teil
während der Occupation von dem Militär auf französischem Boden
ausgegeben waren) entrichtet wurde, die Zahlung mehrere Wochen in
Anspruch nahm, und ein HExtrazug nötig war, um die Summe von
Straßburg nach Spandau zu befördern. 125 Mill. wurden in französischen
Noten gezahlt, 700 Mill, von einem Konsortium von 55 Bankiers
aufgebracht und durch Anweisungen auf Banken gezahlt, 1774 Mill.
sind in Wechseln gezahlt, welche die französische Regierung im In- und
Auslande aufgekauft hatte, 1773 Mill. Fres. durch französische Staatsobligationen
gedeckt, der Rest von 325 Mill. kam auf die Elsässisch-Lothringische
Eisenbahn in Anrechnung. Die ganze Summe bar zu
Kredit als
Zahlungsmittel
im
lokalen Verkehr.