Full text : Nationalökonomie (Teil 1)

„72

muß höher stehen, als eine solche mit hohem Schlagschatz, Und auch
sonst haben die Münzen einen schwankenden Wert.
Wir geben in dem folgenden die Münzparitäten (nach Schanz
im Wörterbuch der Volkswirtschaft):

100 Franks =
1 Pfund Sterling =
100 Gulden (holl.) =
100 Dollar
100 sk. Kronen
100 öst. Kronen

81,000 Mark
20.4295
168,730
‚419,790 *
: 112500
; 85.000

'00 Mark = 123,460 Frances
100 „ = 4,895 Pfd. Sterl.
100 „ = 59,260 Guld. (holl.)
100 „ = 283,821 Dollar.
100 „ = 88,880 sk. Kronen
100 = 1171650 öst. Kronen

S$ 60.
Die Zettelbanken.
Ad. Wagner, System der Zettelbankpolitik, 2. Aufl. Freiburg 1873.
W. Scharling, Bankpolitik. Jena 1900.
Ch. F. Dunbar, Chapters on the Theory and historiy of Banking. New
York 1896.

Note.

Geschichte
der Note.

Ein ebenso wichtiger Schritt in der Entwickelung des Bankwesens,
 wie die Benutzung der Depositen zum Ankauf von Wechseln,
ist durch die Ausbildung der Zettelbanken geschehen, indem unverzinsliche
 Anweisungen, die in jedem Momente von dem Inhaber der Bank
zur Einlösung in Bargeld präsentiert werden können, statt der Münze
als Darlehen ausgegeben werden, und zwar event. über den Vorrat an
Barmitteln hinaus, indem für diese Mehrausgabe nur bankmäßige
Deckung (in Wechseln oder sonstigen sicheren Forderungen auf kurze
Sicht) deponiert wird, Die Bank erhält durch die Notenausgabe unverzinsliche
 Darlehen gegen das alleinige Versprechen der prompten
Einlösung der präsentierten Noten, Die Erfahrung, daß nie sämtliche
Noten zugleich einlaufen, ermöglicht die Verwendung eines Teiles der
Bardeckung zu Bankgeschäften.
Banknote ist ein gedruckter Inhaberschein auf einen runden Geldbetrag
 lautend, den die Bank sich verpflichtet, bei Präsentation bar
einzulösen. Auf Grund eines ausreichenden Kredites der Bank wird
dann die Note im Verkehre in Zahlung genommen, wie bares Geld
und ist oft beliebter als dieses, z, B. als Silbergeld bei Mangel ausreichenden
 Ersatzes durch Papiergeld und Checks, Die Note ist aber
nicht Geld, weil niemand sie anzunehmen verpflichtet ist, sie ist nur
Geldsurrogat. Sie ist entstanden, wie angedeutet, indem man einfache
Repräsentanten des Bargeldes schuf und in Zirkulation setzte, wie dergleichen
 noch gegenwärtig in den Silber- und Goldcertifikaten in den
Verein. Staaten von Nordamerika zirkulieren, wodurch eine Veränderung
 in den vorhandenen Zirkulationsmitteln nicht geschaffen wurde.
Diese trat erst ein, als man mehr Noten in Zirkulation setzte, als Barmittel
 deponiert waren. Schon im 16, Jahrhundert sind von der
Genueser Bank Certifikate in Umlauf gesetzt. Erst im Laufe des
17. Jahrhunderts verallgemeinerte sich die Ausgabe der Noten Hand
in Hand mit der Ausgabe von Papiergeld, oder indem der Note durch
Zwangskurs Papiergeldcharakter gegeben wurde, und erlangte wachsende
Bedeutung. Die Note ist nicht, wie das Papiergeld, bestimmt, als
Zahlungsmittel dauernd in Umlauf zu sein, sondern sie ist allein als
Mittel für die Bank anzusehen, über ihre Barmittel hinaus Kredit gewähren
 zu können, also Kreditmittel. Sobald sie als solches gedient
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.