fullscreen: Entwicklung der Reklame vom Altertum bis zur Gegenwart

ANFÄNGE DER MODERNEN ANZEIGF 
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d) Das Zeitungsinserat im 19. Jahrhundert. 
Schon im 18. Jahrhundert finden wir hie und da neben 
dem Inseratentext auch einen Holzschnitt; in einzelnenFällen 
umfassen diese Ankündigungen sogar bereits ganze Seiten, 
Es überwiegt jed.ch das einfach gesetzte Inserat, und zwar 
nicht nur bei den kleinen Anzeigen, sondern auch bei den 
größeren geschäftlichen Mitteilungen. Bezüglich der Form 
der kleinen Anzeigen ist es wichtig, daß diese in der Regel in 
gleicher Schrift dem redaktionellen Texte nachfolgen, von ihm 
jedoch durch eine Linie und durch ein vorausgesetztes N. B 
unterschieden sind. 
Der große Aufschwung des Zeitungsinserates fällt erst in 
die Mitte des 19. Jahrhunderts. Er beginnt in Frankreich, 
England und Amerika und verbreitete sich bald von hier aus 
über alle Staaten. In dieser Entwicklung ist die Fortbildung 
des Inserates selbstverständlich mit der Fortbildung der 
Reproduktionsmethoden enge verbunden, ebenso wie 
dies beim Plakat und der Zeitung selbst der Fall ist (s. 5. 83). 
Daß aber findige Köpfe selbst dieses Hindernis zu über- 
winden wußten, zeigt die Abbildung 69 aus dem ersten Viertel 
des 19. Jahrhunderts, bei welchem der handkolorierte 
Kupferstich als Auskunftsmittel gewählt wurde, um ein 
vielfarbiges Inserat herauszubringen. Daß ein solches Inserat 
im Hinblick auf die sehr bedeutenden Herstellungskosten und 
die geringe Anzahl der hergestellten Exemplare zu Einzel- 
erscheinungen gehören mußte, liegt in der Natur der Sache. 
Auch um die Mitte des 19. Jahrhunderts finden wir noch 
immer zum überwiegenden Teile Inserate mit sehr langem Texte 
in ziemlich eintöniger Satzform, ohne Rücksicht auf die Indi- 
vidualität des für das betreffende Inserat in Betracht kom- 
menden Lesers (s. Abb. 70). 
Den Gegenstand der Inserate bilden neben den bereit aus 
den frühesten Zeiten herkömmlichen Kauf- und Verkaufs- 
anträgen von Immobilien, dem Arbeitsmarkte, Personalien 
wie Hochzeiten, Geburten und Todesfällen auch Angebote 
von Büchern, Schaustellungen, Versicherungsanstalten, Ver- 
kehrsunternehmungen. Heilmittel und Heilbäder.
	        
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