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volkswirtschaftliche Bedenken hervorruft, Die Grenze wird da vorliegen,
wo die leitenden Persönlichkeiten nicht mehr imstande sind, das ganze
Unternehmen zu übersehen und in der richtigen Weise zu leiten, um
namentlich in kritischen Zeiten das Schiff durch alle Stürme und
Klippen hindurchzuführen. Daher die Beobachtung, daß häufig groß-
artige Unternehmen, die in vollster Blüte standen, nach dem Tode des
genialen Leiters, der dasselbe auf die Höhe gebracht hat, zurückgehen
und schließlich verfallen, weil die Nachfolger der Aufgabe nicht ge-
wachsen sind. Auf der anderen Seite wachsen die Chaucen, daß durch
die gewaltige Ausdehnung eines Unternehmens dasselbe ein Monopol
erhält, das zu einer bedenklichen Ausbeutung des Publikums zu gunsten
einiger Weniger ausarten kann. Sollte es dem amerikanischen Petroleum-
trust gelingen, sich mit den Hauptinhabern der russischen Petroleum-
quellen zu vereinigen, so würde es ihnen allerdings möglich sein, fast
in der ganzen civilisierten Welt sich die Petroleum gebrauchenden
Häuslichkeiten, also Hunderte von Millionen Menschen tributpflichtig
zu machen. Die‘ erwähnte Gefahr tritt überhaupt in den modernen
Kartellen und 'Prusts sehr nachdrücklich zu Tage, und wir haben darauf
zurückzukommen.
Kapitel IL
Das Geld.
8 25,
Die Entstehung des Geldes.
J. G. Hoffmann, Die Lehre vom Gelde, Berlin 1838,
Carl Menger, Grundsätze der Volkswirtschaftslehre. Wien 1871. Kap. VII
Ders., Handwörterbuch der Staatsw., Art. Geld.
Chevalier, La _monnaie. Paris 1850.
Fr. Ihwof, Tauschhandel und Geldsurrogate in alter und neuerer Zeit,
Graz 1882, w
H. Schurtz. Grundriß einer Entstehung des Geldes 1898,
Je reger der Tauschverkehr wird, um so schwieriger muß es für
denjenigen, welcher eine Ware einhandeln will, werden, Jemand zu
finden, der nicht nur diese Ware abzugeben geneigt ist, sondern auch
die ihm dafür gebotene gerade verwerten kann. Ein Landwirt in dem
Innern Afrikas,. der Ueberschüsse an Getreide oder gezogenem Vieh
hat und dafür Rohmaterial oder Gerätschaften für seine Wirtschaft
eintauschen will, die er nur von anderen Farmern oder Eingeborenen
bekommen kann, wird längere Zeit gebrauchen, bis er Jemanden ent-
deckt, der beiden Bedingungen nachzukommen vermag, und es kann
keinem Zweifel unterliegen, daß unsere ganze Volkswirtschaft zum so-
fortigen Stillstand verdammt wäre, wenn plötzlich mit Zauberschlag alles
Geld aus der Welt geschafft wäre, und jeder Fabrikant sich genötigt sähe;
seine Arbeiter mit den Nahrungsmitteln, Kleidungsstücken etc. unmittel-
bar zu entlohnen, und jeder Austausch allein auf gewöhnliche Waren
angewiesen wäre, Mit zwingender Notwendigkeit sieht sich deshalb die
Bevölkerung veranlaßt, bei Entwickelung eines Tauschverkehres ‘nach
einem Gegenstande zu suchen, den man zur Vermittelung des Tausches
gebrauchen kann, d. h. man wählt dazu einen Gegenstand, der that-
sächlich überall gebraucht wird. den deshalb Jeder gerne annimmt und
\Wllgemeine
Tausch-
mittel.