Full text: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Abschnitt IV. 
Das Bevölkerungswesen. 
Kapitel I. 
Bevölkerungslehre oder Ponulationistik. 
Robert von Mohl, Polizeiwissenschaft. Tübingen 1866. . 
Schönbergs Handbuch der politischen Oekonomie, Bd. I /(Pümelin, von Scheel), 
3. 829. 
Adolf Wagner, Grundlegung der politischen Ockonomie, 3. Aufl., I. Teil, 
2, Halbband: Bevölkerung und Volkswirtschaft. Leipzig 1893. 
8. auch Robert von Mohl, Geschichte und Litteratur der Staatswissenschaften, 
3d. III, 1858. 
Robert Malthus, Versuch über die Bedingungen und Folgen der Volksver- 
mehrung, übers. von Hegewisch, Altona 1807 und übers. von Stößel, 2. Aufl. 
Berlin 1900. 
Handwörterbuch der Staatswissenschaften, Bd. II. Art. Bevölkerungswesen 
von Zister, 2. Aufl. Jena 1900. 
Freiherr von Fircks, Bevölkerungslehre und Bevölkerungspolitik. Leipzig 1898, 
$ 84. 
Einleitung. 
Die wissenschaftliche Erörterung des Bevölkerungswesens zerfälltDie drei Teile 
in drei Teile: 1. in die Bevölkerungslehre oder Populationistik, der Bevölke- 
las ist die Lehre von den Bedingungen und der wirtschaftlichen wie """8%MESen- 
politischen Bedeutung der Bevölkerung und ihrer Entwicklung; sie ist 
ein Teil der Nationalökonomie. Rümelin will sie allerdings nicht als 
zur Nationalökonomie gehörig aufgefasst sehen — und auch Adolf 
Wagner stimmt dem in der Hauptsache zu, — sondern als eine be- 
sondere Hilfsdisziplin derselben. Das ist aber doch nur der Fall, weil 
sie als zweiten Teil damit die Bevölkerungsstatistik verbinden, die 
davon durchaus zu trennen ist und allerdings selbständig aufgestellt 
and behandelt werden muss. Die theoretischen Erörterungen über die 
Bedeutung der Volksdichtigkeit und was damit zusammenhängt, sind 
aber kaum von der Nationalökonomie zu trennen, weil die Bevölkerung 
den zweiten Produktionsfaktor, die menschliche Arbeit, liefert, und 
ebenso als Konsument der Volkswirtschaft die ganze Richtung giebt, 
Sie kann deshalb unmöglich von der Nationalökonomie ignoriert werden. 
2, Der zweite Teil ist die Bevölkerungspolitik, welche nun 
auf Grund der Ergebnisse des ersten Teiles die Aufgaben des Staates 
der Bevölkerung gegenüber festzustellen hat. Nur aus praktischen 
Rücksichten fassen wir hier den ersten und zweiten Teil zusammen, 
nm den Zusammenhang nicht zu zerreissen und Wiederholungen ver-
	        
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