grad billig hersteilen kann, wird sich das Unternehmen wohl
bewähren.
Uebrigens wird mittelst der neuen Bahn auch lebendiges
Vieh zahlreicher auf die östlichen Märkte kommen als bisher.
Man hat neuerlich die Viehtransportwaggons erheblich ver
bessert, so dass das Vieh im Waggon gefüttert und getränkt
werden kann, ohne dass der Wärter den Waggon betritt.
Seit der Viehtransport nach dem Osten in Folge der be
deutenden Ausfuhr von lebendigem Schlachtvieh solch unge
heure Dimensionen angenommen hat, war die Verbesserung
der Transportgelegenheit zur Nothwendigkeit geworden, denn
nach dem bisherigen Systeme der primitiven Viehtransporte
betrug der Verlust auf einer Strecke von 900 Meilen ii bis
15 Percent, im heissen Sommer oft noch mehr. Der Kitsee’sche
Viehwagen hat die „shrinkage“ auf ein Minimum reducirt, in^
Gegentheile, das Vieh wird bequem transpoftirt, erhält unter
wegs reichlich Futter und Wasser und kann bei der Ankunft
sofort verkauft werden, während es früher mehrere Tage Zeit
brauchte, um sich von den Strapazen der Reise zu erholen.
Der Kitsee’sche Viehwagen ist 34 Fuss lang und mit 20 diago
nalen Ställen versehen, in denen sich die Rinder bequem lagern
können. Jeder Stall hat seinen Futtertrog, der durch eine
einfache mechanische Vorrichtung mit 5 Quart Futter (meistens
Mais) und 8 Quart Wasser aus über dem Wagen angebrachten
Behältern versehen wird. Der Wagen machte eine Probefahrt
von Cincinnati nach New-York mit 27 Rindern, war vom
Freitag bis zum Montag unterwegs und lieferte seine lebende
Fracht unversehrt in der dortigen „Union Stock Yard“ nb-
Das „American Institute“ ernannte ein Comité von Sachver
ständigen, welches einen sehr günstigen Bericht über die Ein
richtung erstattete.
Auch für Fischtransport sind besondere Wagen construirt
worden. Professor Baird von der Bundes-Fischzuchtcommission
hat Pläne für den Bau eines Aquariumwaggons entworfen, der
von der Regierung gebaut und zum Transporte von Fischen
benützt werden soll. Dieser Waggon wurde gleich nach seiner
Vollendung mit einer Million jungen Shads nach Californien