Metadata : Die Devalvation als Mittel zur Wirtschaftsbelebung

handel dieser Senkung der Weltpreise angemessen wäre.
Deshalb und auch aus dem Grunde, weil die Verminderung
 der Einkommen schon an und für sich eine Erhöhung
 der Preise verhindert, brauchte man eine Erhöhung
 des Preisniveaus bei den Lebensmitteln nicht zu
befürchten. Diese Überzeugung wurde auch dadurch bestärkt,
 daß die Staatsverwaltung zu dieser Zeit aus den
Interventionskäufen 40.000 Waggons Getreide (Weizen
und Roggen besaß, so daß sie die Regulierung der Getreidepreise
 in der Hand hatte.
b) Ein weiteres wichtiges Glied der Preisbildung sind
die Rohstoffe und Halbfabrikate, welche eine ähnliche
wenn auch nicht so heftige Preisentwicklung durchgemacht
 haben, wie die Lebensmittel. So sind Talg und
Öle zur Erzeugung von Kunstfetten gegenüber 1931 wesentlich
 im Preise gesunken, wie z. B. Talg 323 (249),
Sojaöl 483 (289), Sesamöl 585 (414), Sonnenblumenöl
389 (327), Minerale: Eisenerz 21.90 (19.7), Zink 81
(59), Chrom 71 (51), Gips 10 (8), Graphit 127 (42.5);
Schellack 1388 (884), Pech 602 (501); Baumwolle 823
(632), Hanf 993 (612), Jute 294 (196), rohe Schafwolle
 1183 (78), gewaschene Schafwolle 2504 (1860),
Zellulose 119 (78), gebleichte Zellulose 260 (157), Kautschuck
 568 (294) u. ä.
Bei diesen Rohstoffen muß man aber auch noch bedenken,
 daß der Aufwand für sie vielfach nur einen kleinen
 Bestandteil des Produktionsaufwandes für das Fertigprodukt
 bildet. So wurde z. B. durch Untersuchung
bei 68 Textilerzeugnissen im Werte von 600 Millionen
K& festgestellt, daß die Baumwolle nur 15 Prozent des
Produktionsaufwandes im fertigen Baumwollstoff dar-13


            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.