vorhinein den fremden Staaten die Vorwürfe eines
Preisdumpings und eventueller Verletzung der handelspolitischen
Verträge.
Ad 2.: Auch der zweite Einwand, daß durch die Einfuhrzuschläge
das Preisniveau gehoben wird, wurde in
ihrer Allgemeinheit aus triftigen Gründen nicht anerkannt.
Um in dieser Sache Klarheit zu schaffen, ließ das
Finanzministerium durch seine Zollsektion eine umfangreiche
Preisstatistik aller Zollposten ausarbeiten.
a) Die Lebens- und Genußmittel, welche im Preisniveau
von größter Wichtigkeit mit Rücksicht auf ihren
Einfluß auf die Lebenshaltungskosten sind, haben in
den letzten zwei Jahren auf dem Weltmarkte eine so
durchgreifende Preissenkung (um 30 bis 60 Prozent)
durchgemacht, daß ihre Inlandspreise in der tschechoslovakischen
Republik auf ihrer bisherigen Höhe nur
durch hohe Zölle und, soweit diese nicht ausreichen,
durch Interventionen auf den inländischen Produktenmärkten
(Weizen, Roggen) gehalten werden können.
Als Beispiel seien aus der durchgeführten Untersuchung
die Preise folgender Importwaren angeführt, bei
denen die erste Ziffer den Preis für 100 kg der importierten
Ware im Jahre 1931, die zweite in Klammer den
Preis vom Jahre 1933 bedeutet: Gerste 135 (78), Hafer
147(66), Mais 74(47), Pflaumen 360(147), Zwiebel 121
(48), Frühkartoffel 192 (101), Heu 41 (28), Stroh 29
(18), Fische (Karpfen) 719 (420), Eier 834 (601),
Butter 1720 (851), Margarine 931 (553), Kaffee 1142
(820), Tee 2522 (1545), Reis 190 (122), Bruchreis 118
(90). Man kann nicht behaupten, daß die Preissenkung
auf dem einheimischen Markte, besonders im Klein-59