R. Oven.
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„Alle complicirten und widersprechenden Motive für gutes
Verhalten werden auf ein einziges Princip der Handlungen
(natürlich durch Owen) zurückgeführt, welches durch seine
einleuchtende Wirksamkeit und Zulänglichkeit jenes (das alte)
verworrene System unnöthig machen und schliesslich in allen
Theilen der Welt ersetzen wird. Dies Prineip ist das Glück
des eigenen Ich’s, klar verstanden und gleichförmig verwirk-
licht, das nur erreicht werden kann durch ein Verhalten,
welches das Glück der Gesammtheit befördern muss. Denn
jene Macht, welche das Weltall beherrscht und durchdringt,
hat ersichtlicher Weise den Menschen so gebildet, dass er
progressiv aus einem Zustand der Unwissenheit zu dem einer
Intelligenz übergehen muss, deren Grenzen die Menschen nicht
bestimmen können, und dass er bei diesem Fortschritt ent-
decken muss, dass sein individuelles Glück nur durch Wachsen
und Ausdehnung des Glücks aller ihn Umgebenden wachsen
und zunehmen kann.“ — — Es ist daher die Quintessenz
aller Weisheit für die privilegirten Classen, ehrlich und von
Herzen mit Denjenigen zusammen zu wirken, die nicht ein
Titelchen ihrer jetzt besessenen Vortheile ihnen zu nehmen
gedenken und deren erster und letzter Gedanke ist, das spe-
Cielle Glück dieser Classen zugleich mit dem allgemeinen Glück
der Gesellschaft zu befördern (1. Essay).
In Bentham’s Schriften bleibt es ein unaufgeklärter Wider-
Spruch, wie er im Stande ist, alle Menschen für nothwendig
egoistisch zu erklären, so dass sie nicht aus Pflichtgefühl oder
Instinct das gemeine Wohl befördern und dass er doch
Sich für berufen und befähigt hielt, die Regeln zu verkün-
den, welche das allgemeine Wohl begründen. Bentham er-
kennt diesen Widerspruch nicht, weil er an die berechtigte
Alleinherrschaft seiner persönlichen Vernunft unentwegt und
Ohne den leisesten Zweifel glaubt.
Ebenso ist Owen der unbedingten Ueberzeugung, dass die
Welt allein durch richtige Erkenntniss gebessert werden
könne, „dass nur in dem Verhältniss, als des Menschen Streben
nach eigenem Glück oder seine Selbstliebe durch wahre Er-
kenntniss geleitet werde, tugendhafte und segensreiche Hand-
Hald, Soc. Gesch. Engl. 28