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Zweites Buch, Cap. 4,
ärmsten elendesten Existenzen befand, die von den neuen
Fortschritten nicht zu profitiren vermochten.
Nach dem Handloomweavers Report von 1834 waren die
Löhne der Tuch- und Leinenweber’'in Leeds seit fünfzehn
Jahren von 30 auf 20 sh. die Woche gesunken — nach Ein-
führung grosser Fabriken (Mills).!) Die unaufhaltsamen Fort-
schritte der Maschinen constatiren viele Zeugen ?); zwar gebe
es noch mehr Hand- als Maschinenweber, die Zahl der letz-
teren aber wachse seit 1818 °%) und die Handweber nähmen
nur in Folge ihrer Armuth und weil die Fabriken Mädchen,
keine Männer nehmen, noch zu.*) In die Leinenindustrie war
der Maschinenwebstuhl noch nicht eingezogen.°) Diese litt
aber durch Concurrenz der Maschinenbaumwollstoffe. Uebri-
gens waren die Löhne der Leineweber auch höher,‘
In Bolton ”’) waren seit sieben Jahren keine neuen Hand-
stühle aufgestellt worden und das Uebergewicht der seit 1812
eingeführten Maschinen war besiegelt, nicht sowohl wegen des
niedrigeren Preises der Produecte, als deshalb, weil die Fabri-
ken sicherer lieferten — in Billigkeit concurrirte die Hand-
weberei durch die Armuth der Weber.
Es wird zwar vielfach constatirt ®), dass die Handweber-
löhne schon vor den Maschinen gesunken waren — in Folge
von Conjuneturen: aber die Maschinen verhinderten das Ent-
stehen besserer Conjuneturen für den Handwerker dauernd.
In Manchester wurde viermal mehr Maschinen- als Handge-
webe producirt.®) Ein Zeuge sagt ganz richtig !°): „Maschinen
seien im Ganzen einer Nation nützlich, aber sie hätten den
Arbeitern geschadet, weil nur diejenigen in England von den
Na a. 0, S. 30, 31.
2 a. a O0, S. 143.
3 a. a. 0. Qu. 1969,
1) a. 8. O0. Qu, 2584,
5) a. a. OO: Qu. 83195.
$) a. a. O0. Qu. 5942,
7) a. a. O0. Qu. 5201 und Qu. 5326.
Ss) a. a. O0, Qu. 5691 und Qu. 5727,
9 a. a. O0. Qu, 6589,
0) a. a. O0. Qu. 6900 ff,