398
Zweites Buch, Cap. 4,
ärmsten elendesten Existenzen befand, die von den neuen
Fortschritten nicht zu profitiren vermochten.
Nach dem Handloomweavers Report von 1834 waren die
Löhne der Tuch- und Leinenweber’'in Leeds seit fünfzehn
Jahren von 30 auf 20 sh. die Woche gesunken — nach Einführung
grosser Fabriken (Mills).!) Die unaufhaltsamen Fortschritte
der Maschinen constatiren viele Zeugen ?); zwar gebe
es noch mehr Hand- als Maschinenweber, die Zahl der letzteren
aber wachse seit 1818 °%) und die Handweber nähmen
nur in Folge ihrer Armuth und weil die Fabriken Mädchen,
keine Männer nehmen, noch zu.*) In die Leinenindustrie war
der Maschinenwebstuhl noch nicht eingezogen.°) Diese litt
aber durch Concurrenz der Maschinenbaumwollstoffe. Uebrigens
waren die Löhne der Leineweber auch höher,‘
In Bolton ”’) waren seit sieben Jahren keine neuen Handstühle
aufgestellt worden und das Uebergewicht der seit 1812
eingeführten Maschinen war besiegelt, nicht sowohl wegen des
niedrigeren Preises der Produecte, als deshalb, weil die Fabriken
sicherer lieferten — in Billigkeit concurrirte die Handweberei
durch die Armuth der Weber.
Es wird zwar vielfach constatirt ®), dass die Handweberlöhne
schon vor den Maschinen gesunken waren — in Folge
von Conjuneturen: aber die Maschinen verhinderten das Entstehen
besserer Conjuneturen für den Handwerker dauernd.
In Manchester wurde viermal mehr Maschinen- als Handgewebe
producirt.®) Ein Zeuge sagt ganz richtig !°): „Maschinen
seien im Ganzen einer Nation nützlich, aber sie hätten den
Arbeitern geschadet, weil nur diejenigen in England von den
Na a. 0, S. 30, 31.
2 a. a O0, S. 143.
3 a. a. 0. Qu. 1969,
1) a. 8. O0. Qu, 2584,
5) a. a. OO: Qu. 83195.
$) a. a. O0. Qu. 5942,
7) a. a. O0. Qu. 5201 und Qu. 5326.
Ss) a. a. O0, Qu. 5691 und Qu. 5727,
9 a. a. O0. Qu, 6589,
0) a. a. O0. Qu. 6900 ff,