Object: Wirtschaft als Leben

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,Die Herrschaft des Wortes“, 
vor das Zuständliche Gebilde hiuführt. Dieses käme ja unter 
den Arten, wie unser Geist Erlebtes umformt, ohne gegen das Erleben 
selber zu verstoßen, erst am letzten Ende. Unter diesen „höheren 
Wirklichkeiten“ aus der Welt des Handelns ist das Zuständliche Ge 
bilde gleichsam die höchste. Und es ist klar, daß man beim Ein 
fachsten beginnen müßte, um auch hier der ansteigenden Verwicklung 
zu folgen. 
Das Problem, das ich hier umgangen habe, heischt ein kürzestes 
Inventar der Gegenstände jener Welt: lauter Einheiten des 
Handelns, für welche das Erleben selber einsteht, und denen unser 
Geist erst Gestalt verleiht. Nehmen wir also jenes Problem als gelöst 
an, dann liegt gleichsam die Tafel der erlebten Einheiten vor. 
Es ist dann ein doppelter Erfolg erzielt. Auf der einen Seite erblickt 
man die verschiedenen „Begriffsmöglichkeiten“, die für die Welt des 
Handelns gelten. Das will einfach sagen, die verschiedene Art, wie 
unser Denken erlebtes Geschehen in Einen Inhalt schöpft, der hierauf 
an einem Worte sprachflüssig wird. Auf der anderen Seite enthüllt 
sich der Aufbau dieser Welt, soweit ihn sonst der Schleier der Worte 
verhüllt; jener Worte, die uns das nämliche Leben verständlich macht, 
über das wir uns mit ihrer Hilfe verständigen. Der Grund, weshalb 
jene beiden Erfolge Hand in Hand gehen, ist zugleich der, aus dem 
jenes ganze Beginnen möglich erscheint: Die Welt des Handelns 
ist aus unserer Tat geworden, und daher in der vollen 
Gewalt unseres Denkensl 
Unser Problem der Formeln, das will dem nationalökono 
mischen Denken den Weg klären. Es liegt diesseits jener Ersten 
Fragen der Nationalökonomie, an die ich bei der letzten Abrundung 
streifen will. Das fragliche Problem liegt schon jenseits dieser Fragen. 
Es ist eine allgemeine Angelegenheit der Erkenntnis, die sich im national 
ökonomischen Denken nur besondert. Das ist jene unzerfällende 
Erkenntnis, die allein der Welt des Plandelns gerecht wird. Es bedarf 
aber diese Erkenntnis jenes kürzesten Inventars, um sich selber zu 
finden, um mündig zu werden. 
Als Vormund — von der „Alltagskenntnis“, dem lebendigen 
Denken, hier ganz abgesehen — schwebt mir nicht etwa das bio 
logische Denken vor. Sein gewaltiger Vorsprung an Reife und 
Zucht hat zwar der besten Köpfe genug berauscht. Man ließ sich von 
Organismus, Gewebe und Zelle darüber belehren, wie es bei uns z 1 ' 
Hause, in der Welt des Handelns eigentlich herginge. Aber dieser 
Umweg ist doch allzusehr ein Rundlauf; mehr als einen erfrischenden 
Spaziergang, wie er zu Zeiten auch sein Gutes hat, kann er nicht be*
	        
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