ordnung gesetzt ist, die es überhaupt geben kann: die geologi-
schen Goldvorräte der Erde. Eigenartig insofern, als es sich bei
dem Gold ja nicht nur um einen reinen Gebrauchsstoff handelt,
der schließlich auch entbehrt oder ersetzt werden kann, sondern
um das wirtschaftliche Tauschmittel, ja um den Wertmaßstab
schlechthin, um das jetzt einzige Währungsmetall. Mit der „Zu-
kunft des Goldes“ geht es fast um die „Zukunft der Weltwirt-
schaft“, oder wenigstens um das Schicksal unserer bisherigen
Vorstellungen von Weltwirtschaft, von Wertmaßstäben, von
Preisschwankungen u. dgl. Es ist also dringend notwendig, daß
wir uns in den nächsten knappen zwei Jahren intensiv mit
diesen bergwirtschaftlichen Inventurfragen beschäftigen.
Von Madrid aus fuhr ich im Juni 1926 direkt nach Genf zum
Völkerbund. Das Ergebnis war zunächst die Einreichung eines
ersten Memorandums im Juli 1926, dem im März 1927 weitere
Vorschläge folgten. Beide sind hier im Anhang, S. 124 u. 139, ab-
gedruckt, vom ersteren auch die in Genf veranlaßten französi-
schen und englischen Übersetzungen 8).
Den in Betracht kommenden deutschen Reichsstellen und
auch einigen preußischen Behörden wurde von diesen Schritten
natürlich Mitteilung gemacht, ebenso der „Fachgruppe Berg-
bau“ des Reichsverbandes der Deutschen Industrie. Bei dieser
finden diese Fragen zunächst nur akademisches Interesse, weil
man sich seit Anfang 1926 lebhaft mit der bergmännischen
Ausbildung beschäftigt und mehrfache Beratungen zwischen
Hochschullehrern, Hochschulbehörden, Bergaufsichtsbehörden
und maßgebenden Vertretern der Praxis veranlaßt hat. Zwei
Hefte „Beiträge zur Besprechung bergmännischer Ausbildungs-
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