Full text: Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 2)

Inhalt. 
Riertes Kapitel. Kämpfe der Protestanten und der revolu⸗ 
tionären Fürsten gegen den katholisch-absolutistischen 
Kaiser; Augsburger Reichstag und Religionsfriede 
des Jahres 1555. 
J. Der Protestantismus in der Wende seiner Geschicke. 
1. Vergebliche Vermittlungsversuche des 
Kaisers, Stocken der protestantischen Bewegung. 
Dritter Krieg Karls V. mit Franz von Frankreich, Waffen— 
stillstand von Nizza. Regensburger Religionsgespräch. Letzte 
Fortschritte der protestantischen Lehre, vornehmlich am Nieder 
rhein. Rückgang der protestantischen Politik: innere Gegen 
sätze im Schmalkaldner Bunde, Verrat Landgraf Philipps. 
2. Vorbereitungen des Kaisers zur Vernichtung 
des Protestantismus. Möglichkeit einer großen Koalition 
gegen den Kaiser im Beginn der vierziger Jahre unter gleich— 
zeitiger Protestantisierung des Niederrheines. Karl geht gegen 
sie vor, ohne den Widerstand der Schmalkaldner zu finden 
Er entschließt sich zum Kampfe gegen sie und wiegt sie durchk 
Zugeständnisse in Sicherheit. Luthers Tod, innere Wand 
lungen seiner Person und seiner Kirche. 
II. Besiegung der Protestanten durch Karl V., Aus- 
nutzung des Sieges im kaiserlichen Sinne. 
1. Schmalkaldischer Krieg. Bündnis Karls V. mit 
dem Papste, seine Bündnisbestrebungen in Deutschland, Ge— 
winnung vornehmlich des Herzogs Moritz von Sachsen. Lage 
der Schmalkaldner; glänzender Eintritt in den Krieg. Er— 
folglose Kriegsführung, Verlust Süddeutschlands und der 
Rheinlande, Schlacht bei Mühlberg, Gefangennahme des 
sächsischen Kurfürsten und des hessischen Landarafen, Herzog 
Moritz Kurfürst von Sachsen... 
2. Ausnutzung der Siege über die Protestanten 
durch den Kaiser. Bestrafung der protestantischen Reichs— 
städte. Versuche zur Schmälerung der fürstlichen Gewalten. 
Teilweise Ausscheidung der Niederlande aus der Reichsver— 
fassung. Versuch einer Beilegung des konfessionellen Streites 
durch das Augsburger Interim; dessen Aufnahme in der 
Nation und beim Papste. Kandidatur Philipps für die 
Kaiserwürde: einstimmiger Widerspruch der Nation und der 
Fürsten. Allgemeiner Unwille über Karls Regiment. 
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