210 —
weil sie dann allein über den Vorrat disponieren und von hohen Preisen
ausschließlich einen Vorteil haben. Unzweifelhaft ist es richtig, daß
nach dieser Richtung das Interesse der kaufmännischen Welt liegt.
Wenn sie also die Macht in Händen haben, einseitig die Preise zu
beeinflussen, so wird es unzweifelhaft in dieser Weise geschehen. Die
folgende Tabelle, welche die Verhältniszahlen der Monatspreise zum
Durchschnittspreise des Erntejahres zeigen, beweist nun das Gegenteil.
(S. Jahrb. f. Nat-Oekon. 1895, Bd. IX, S. 268.)
3
ho
+
; » €
Pe) 5 A S HH 8
r Do 8
‚als 83 ELLE | Ba 8
S > . N S a | Ba | 3 3
A S'S S ALIAS
3 zz. 41.9.
Sag
E a9 PE
Tu, GR
EEE
© ee HES
3 E26
3 P3SE
> 1 Sa
Monatliche Weizenpreise in Verhältniszahlen.
Preuß. Staat
1865—93 101,0 99,0 | 99,5 99,5) 98,5 98,5 98,0| 98,5/100,0] 102,5l102,9 102,000! 4,9
Pen (nach | | ı
‚Reichsstat.)
1883-08 a 98,4 | 97,8 98,7 98.4] EI 99,0 eo elek nuchn
erlın
/Ultimopreise'
an der Börse)
1878—93
Gnesen
1888—93
| | I ı
98,3) 96.4 1 98,2! 98,1] 4 99,9] m an 1043 101,0 1086 100
102,7/ 97,8 | 96,7| 99,51 98,8 98:0] 96,7| 97,8:100 10501083110 ‚4 205
„=. 41
Roggenpreise
7,9
83
Preuß. Staat
1816—65
1865—93
Berlin
"MNtimopreise
1878—93
Gnesen
1888— 93
98 |s8 or jo 1100 100 10 98 F 102 106,1104,1 100
98,2 98,2 101,2 1OLB1006 99,4| 98,8! 98,2| 98,8 1066 10L8 10H 100
I I 1 ]
1606 Me 100,6/100,2| 98,9 100,8'100,4/100,7/ 987/100]
| 94,9 99,4 1101,5/105,7/101,91100,9| 99,41 97,4 741002 100 |100,6]100!
Gerstenpreise
Preuß. Sa] | | | | |
1865—93 | 97,4 97,4| 99,4/100,6'100 | 99,4/100 00 fo1,8|100,9101,3 100,6[100] 3,9
Haferpreise
Preuß. Staat k
1865—93 [10 , ; . s ; ; , ; 12,0
2 953] 96 | 97 3 96 7] 96 7] 97 3 99 alı02 04 71106 hor,slıco
8,1
36
3,0
10,8
Einmal ist der Preis am Ende des Jahres nur um einen Prozentsatz
höher, der kaum ausreicht, um die Kosten der Lagerung und Behand-
lung, sowie den Zinsverlust zu decken. Von 1883—93 stand in Berlin
der Weizen ‚im ersten Vierteljahr 176,3 Mk. per Tonne, im letzten
Vierteljahr des Erntejahres 182,6 Mk,, das ist eine Differenz von
rund 4%. Nach der Reichsstatistik war sie nur 4,8 Mk., bei den
Ultimopreisen war sie allerdings größer: 10,5 Mk., aber auch dieses
sind nur 6%; bei dem Roggen, wo die Börse und der Terminhandel
besonders dominierend waren, dagegen nur 2,3 Mk. (151,1 und 153,4 Mk.),
also noch nicht 2%. Außerdem aber ergiebt sich, was besonders bei