Full text : Wirtschaft als Leben

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,Zur  sozialwissenschaftlichen  Begriffsbildung“,

„gewollte  Überführung  des  noch  nicht  Erblickten  in  Erblicktes“,  daß
auch  hier  die  Deutung  eine  rückläufige,  eine  nichtssagende  istl
So  bewährt  sich  das  „blicken“  als  der  unaustilgbare  Rest  des  Anschaulichen, ­
  als  das  anschaulich  Einfache.  Nicht  also  gedeutet,  sondern
bloß  umschrieben  worden  ist  dort  das  „blicken“,  mit  Hilfe  von
Verallgemeinerungen  seiner  selbst;  tatsächlich  ist  „Kenntnisnehmen“ ­
  bereits  eine  Abstraktion  von  Anschaulichkeiten  in  der
Art  des  „blicken“.
So  ist  im  besonderen  die  „Gewolltheit“  jenes  „Überganges“
nichts,  das  hinweisen  würde  auf  das  anschaulich  Einfachere,  auf  das
wahrhaft  Elementare  eines  „Wollens“,  noch  innerhalb  der  Erlebung
  „blicken“.  Für  das  phänomenologische  Denken  allerdings,  da
mag  das  „Wollen“  oder  die  „Wollung“,  „Willensregung“  oder  wie
man  es  auszudrücken  beliebe,  entweder  selbst  etwas  anschaulich  Einfaches, ­
  eine  Erscheinung  gleich  „rot“  sein,  oder  auch  ein  Komplex
von  Erscheinungen,  der  erst  nach  seiner  Auflösung  verlangt;  vielleicht
in  etwas,  was  man  als  seelische  Erscheinung  durch  den  Ausdruck
„Empfindung“  distinguiert.  Dem  noetischen  Denken  aber  unterliegt
das  „Wollen“  durchaus  nicht  als  etwas  Anschauliches,  was  noch  einfacher, ­
  noch  elementarer  als  die  Erlebungen,  die  noetischen  „Qualitäten“
wäre.  Im  noetischen  Denken  entspricht  dem  „Wollen“  umgekehrt
eine  höchsteVerallgemeinerung,  die  den  Erlebungen  gegenüber
möglich  wird.  Dies  sei  kurz  erläutert.
Der  Abstraktion  des  „Kenntnisnehmens“  ließe  sich  eine  ganze
Reihe  von  Subjektbejahungen  unterstellen:  neben  „blicken“  noch
„horchen“,  „betasten“,  „schmecken“  usw.  Nebenbei  gesagt,  wenn  es
verwirren  sollte,  daß  hier  Erlebungen  in  so  unheimlicher  Nachbarschaft
zu  dem  „Gesehenen“,  „Gehörten“,  „Getasteten“  usw.  auftauchen,  also
zu  dem  Registrieren  von  Sinnesdaten,  so  sei  an  zweierlei  erinnert.
Erstens  sind  die  Sinnesdaten  nur  der  anschauliche  Inhalt  dessen,  was
sich  den,  von  jenen  Erlebungen  getragenen  Akten  gegenüber  als
Objekt  verhält:  eben  das  „Gesehene“,  „Gehörte“  usw.  Zweitens
kann  die  Nachbarschaft  von  naturwissenschaftlicher  Beobachtung  und
von  Akten  doch  nicht  wundernehmen,  weil  ja  der  Naturforscher
keine  Hand  hebt  und  auch  keinen  Gedanken  faßt,  ohne  einen  Akt  zu
vollziehen,  ohne  sich  tätig  oder  leidend  als  Subjekt  zu  bejahen;  so  daß
er  selber  das  noetisch  Erfaßbare  bleibt,  auch  wenn  er  noch  so  geflissentlich ­
  phänomenologisch  denkt.  Alles  Erkennen  ist  am
letzten  Ende  Tat  des  Forschers.  Noch  das  Eine  sei  eingeschaltet, ­
  daß  die  Verflechtung  jener  erwähnten  mit  anderen  Erlebungen ­
  zu  zahllosen  Derivaten  begrifflicher  Natur  führt:  „lauschen“,
            
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