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Bildende Kunst.
hafte, prickelnde Diaz; da präsentieren sich, schon weiter fort—
geschritten in der neuen Technik, der Tiermaler Troyon (1810
bis 1865), der kurz vor seinem frühen Tode in seinen Boufs
se rendant au labour die urwüchsigste Kraft verriet, und
vor allem Daubigny (1817-1878), eine träumerische, musi—
kalische Seele, derjenige Meister der Schule, der in seinen
späteren Bildern alle Fortschritte der neuen Kunst mitmachte
und die Zeit der alten Revolutionäre der dreißiger und vierziger
Jahre mit jener der jüngeren der sechziger und siebziger verbindet.
War nun mit der Kunst von Fontainebleau schon der
volle Impressionismus, die Darstellung der Erscheinungen als
Summen von farbigen Lichteindrücken, erreicht? Keineswegs.
Nur ein Schritt auf dem Wege dahin war gethan. Die
Meister dieser Kunst sind fast alle gute Zeichner gewesen, und
grade derjenige von ihnen, der dem vollen Impressionismus
am nächsten steht, Corot, hat mit dem liebevollsten Eingehen
auf jedes Detail gezeichnet. So halten sie im Grunde an
dem zeichnerischen Gerüst des Bildes fest. Aber fest verwachsen
mit der Landschaft, deren Reize sie wiedergeben, Kenner all
ihrer Heimlichkeiten im Duft und Atem gleichsam der Erde,
beleben sie dies Gerüst, umkleiden es mit den blühenden
Einzelheiten des Eindrucks der Gegenstände und auch dem
Flaum schon der Eindrücke der Luft und des Lichtes. Sie
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aber ihr Gedächtnis war scharf und ihr Empfinden konzentriert
genug, um aus dem Erschauten mehr festzuhalten, als die Vor—
gänger vermocht hatten. Und zu dem Festgehaltenen gehörten
auch schon die feinen atmosphärischen Werte, das „Ambiente“ der
Dinge; es ist kein Zufall, wenn diese Meister gern zu dem die
Dinge leis umrandenden Pastellstift griffen an Stelle des Pinsels.
Man fuhlt, daß hier die Vorbedingungen für eine große
idealistische Kunst gegeben waren. Und ihr Meister kam in
Millet (1814-51874), dem armen Bauernburschen aus der
Normandie, dem grüblerischen Philosophen, der so gern die
Griechen las und von ihnen vor allem den Theokrit, dem so
lange darbenden kleinen Einwohner von Barbizon. Er war