Bildende Kunst.
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Impressionismus hervorgingen, und von denen bald die Rede
sein wird. In welcher Weise nämlich gestaltete sich denn jetzt die
Wiedergabe einer raumtiefen Landschaft, in deren Vordergrunde
eine stark betonte Staffage von Fabelgestalten, Tieren, Menschen,
etwa gar in Lebensgröße, auftrat, wie nicht selten gerade bei
Bildern idealistischen Inhalts? Hier war zunächst klar, daß die
Gegenstände der größeren Tiefen, und mit ihnen diese Tiefen
selbst, durch einfache Farbennüancen der lichterfüllten Luft wieder—
gegeben werden konnten. Reichte aber die gewonnene Kenntnis
der Farbennüanecen der belichteten Luft schon dazu aus, auch aus
ihr allein heraus die Raumtiefenverhältnisse, die Plastik der
Körper des Vordergrundes anschaulich zu machen? War der
farbige Lichtcharakter der Luft zwischen dem Auge des Malers
und den weiter zurückliegenden Teilen eines solchen Körpers
so sehr von dem Charakter derselben Luft, aber nur zwischen
dem Auge und den vorderen Teilen dieses Körpers gemessen,
verschieden, daß er in anschau- und darstellbaren Farbennüancen
klar zu Tage trat? Keineswegs. Wie also diese Körper
malen? — Es blieb nichts übrig, als das Plastische der
Körper, ja teilweis auch sonst der Gegenstände des Vorder—
grundes, soweit sie besonders eingehend geschildert wurden, in
diesem Falle doch noch auch durch die Zeichnung, durch die
alten Hilfsmittel der Form mit wiederzugeben.
Nun hieß das zweifelsohne einen starken Rest früherer
Malweise in Bildern von dieser Art belassen. Es hieß ein—⸗
gestehen, daß hier die technische Differenzierung der Licht—
eindrücke der neuen Kunst noch nicht weit genug fortgeschritten
war, um das gegebene Problem voll zu lösen. Indem aber
hier Momente der alten Kunst angewandt wurden, wenn auch
natürlich abgeschwächt und der neuen angenähert: war damit
nicht, vom Standpunkte dieser neuen Kunst aus, ein Element
gegeben, das deren eigentliche Anforderungen nur ungefähr
erfüllte, sie typisierte, idealisierte? Kein Zweifel: und so lag
eben in diesem Zusammenhange von vornherein die Möglichkeit
einer sehr merkwürdigen idealistischen Übergangskunstbe—
schlossen. Es ist die entwicklungsgeschichtliche Grundlage schon