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nanntem „Gewinn“ gelassen sich selbst zuwies. Über diese Art
der Geschäftsführung und verschiedenes Ähnliches beruhigte
sich die Industriekommission mit folgender Erklärung:
„Die Möglichkeit betrügerischen Gewinns ist unter diesen
Umständen; ungeheuer groß‘“!). Indem die Industriekommission
dies klar aussprach, überwand sie einmal beinahe
ihre gewohnheitsmäßige Schüchternheit im Ausdruck und
nannte die Dinge bei ihrem wahren Namen. Doch was
nützte es, zu sagen, Betrug sei Betrug, wenn diejenigen,
die daraus Nutzen zogen, nicht einmal vor Gericht verhört
wurden? Die von Morgan bei diesem Geschäft eingesteckte
Summe kann nicht in Erfahrung gebracht werden.
Die Industriekommission gab sich mit der Erklärung zufrieden:
„Welche Höhe der Gewinn der Bankiers erreichte,
wurde durch die Zeugenaussagen vor der Kommission
nicht klargestellt‘‘%). Wir können wohl annehmen, daß der
Gewinn auf Millionen geschätzt werden kann.
Gehindert durch einen größeren Magnaten
Im Besitz der Erie-Eisenbahn, die so-reich an Erinnerungen
an Jay Goulds Betrügereien und Diebstähle war, rannte
Morgan unerwartet und zu seinem großen Ärger plötzlich
in seine erste große Niederlage. Es kam zu dieser Niederlage
bei seinem Versuch, ein betrügerisches Eisenbahngeschäft
durchzuführen. Wäre es erfolgreich gewesen, so
hätte er sich die Masse von wenigstens 10 Millionen Dollar
an „Gewinn‘ aneignen können. Der Plan war von der
typischen, unter den Magnaten üblichen betrügerischen
Art, eine Eisenbahn aufzukaufen und sie dann (um in dem
Finanzjargon des Tages zu sprechen) auf ein Haupt-Eisenbahnsystem
abzuladen, das sowohl von dem Käufer wie dem
Verkäufer beherrscht wurde.
Morgan hatte einen beherrschenden Anteil an der Cincinnati-,
Hamilton- und Dayton-Eisenbahn. Diese Linie
setzte sich aus einer Anzahl früherer Separatbahnen und aus
verschiedenen gepachteten Eisenbahnen zusammen. Am
20. September 1905 kaufte die Erie-Eisenbahn jenen Anteil
*) Final Report of the Industrial Commission, 326. ®%) Ebenda, 460.