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verkaufen, die er später nach einem vorgefaßten Plan ‚an
die New York Zentral-Vereinigung mit großem Nutzen
verkaufte.
Wie Sage seinen ersten großen Reichtum zusammenraftte
Es gibt nichts Unklares oder auf Vermutung Begründetes
in diesem einleuchtenden Unternehmen; die Tatsachen sind
in den öffentlichen Berichten authentisch verzeichnet.
In den Jahren 1840—1843 fing die Stadt Troy an, auf
5ffentliche Kosten eine 21 Meilen lange Eisenbahn bis
Schenectady zu bauen. Die Stadt Troy nahm dafür in den
Jahren 1837 und 1847 im ganzen 650 000 Dollar auf, und
im Jahre 1840 lieh der Staat New York der Stadt Troy
[00 000 Dollar; dies machte im ganzen 750 000 Dollar für
den Bau .und die Ausrüstung der Troy und Schenectady-
Eisenbahn aus. Es war eine Zeit, in der die Kapitalisten,
untätig zusehend, vielen Stadtbezirken und einigen Staaten
gestatteten, Eisenbahnen zu bauen und eine Zeitlang zu
betreiben, um dann, nachdem viele Millionen öffentlichen
Geldes ausgegeben worden waren, Wege zu ersinnen, um
selbst das Besitzrecht in die Hand zu bekommen. Das
taten sie, indem sie im Gemeindebesitz befindliche Eisen-
bahnen entwerteten und lahmlegten und öffentliche Be-
amte verführten, sie ihnen für verhältnismäßig unbe-
deutende Summen zu verkaufen oder zu verpachten. Dies
war ein beliebtes Verfahren in jener Zeit und wurde mit
zroßem Erfolge betrieben.
Die Aufgabe, sich mit modernen Transportmitteln zu
versorgen, fiel oft den Gemeinden zu, da kein Kapitalist
lie Initiative bei irgendeinem Unternehmen ergreifen
wollte, bei dem er nicht sofort beträchtlichen Gewinn sah.
Das Ziel der Gemeinden war Nutzbringung, das des Kapi-
talisten Profit. Gemeinden pflegen niemals eine Betrach-
tung darüber anzustellen, ob eine Eisenbahn Gewinn bringen
wird; die einzige sie leitende Erwägung ist das öffentliche
Bedürfnis. Was die Leute gefügig machte, privaten Eisen-
bahngesellschaften große Geldsummen zu leihen oder zu
stiften, war der Gedanke, daß Eisenbahnen eine öffentliche