wer würde das Kapital für diesen Bau liefern? Kittson
brachte zwei befreundete kanadische Landsleute herbei —
George Stephen, den Direktor der Bank von Montreal,
und Alexander Donald Smith, der mit der Hudson Bay
Handelsgesellschaft lange Zeit assoziiert war. Woher Stephen
und Smith die Millionen Dollar nahmen, die sie jetzt vor-
streckten, ist niemals klar dargetan worden. Es wurde lange
Zeit, unter anderen von wenigstens einem verantwortlichen
Mitgliede des kanadischen Parlaments, hartnäckig die Be-
schuldigung erhoben, daß Stephen, Smith und ein gewisser
Angus ohne Wissen ihrer Mitdirektoren aus der Bank von
Montreal 6 Millionen Dollar herauszogen, um das Unter-
nehmen damit zu finanzieren. Soweit es sich um einen
dokumentarischen Beweis für diese Behauptung handelt,
ist nichts gefunden worden; es mag einer vorhanden sein,
aber wir sind nicht imstande gewesen, ihn zu entdecken.
Hill und seine Clique erlangen die Eisenbahn
Der Feldzug, um die Herrschaft über die Eisenbahn zu
erlangen, war nun ziemlich beendet. Die verschiedenen,
in dem Rechtstitel der Eisenbahngesellschaft enthaltenen
Besitzungen waren in verschiedenen Hypotheken, die sich
im ganzen auf 28 Millionen Dollar in Obligationen be-
liefen, verpfändet worden. Hill und seine Partner kauften
diese 28 Millionen Dollar Obligationen zu einem lächerlich
niedrigen Preise auf, in einzelnen Fällen beträchtliche Massen
nur zu drei Prozent ihres Wertes. Die Preise schwank-
ten sonst zwischen dreizehneinviertel bis fünfundsiebzig
Prozent ihres Pariwertes!). Aber Hill und seine Partner
hatten es nicht nötig, sofort bar zu bezahlen. Die Obliga-
tionen wurden hauptsächlich unter der Voraussetzung ge-
kauft, daß sie erst nach der Reorganisation der Eisenbahn
bezahlt werden sollten.
Das Geld, das wirklich ausgegeben wurde, wurde in
eifrigen Anstrengungen dazu verwandt, die Verlängerungen
zu bauen und so dem Verwirkungsgesetz zuvorzukommen.,
„Unter diesen Umständen,“ so berichtete das Gerichts-
1) Federal Reporter, 39, 516.