— 670 —
schaft alle Ländereien innerhalb der Schenkung gebe, die
zur Zeit der Akte, oder wenigstens zur Zeit, als die Gesell-
schaft den genauen Entwurf ihrer Route einreichte, nicht
als mineralisch bekannt waren.
„Dies,“ so fährt der Bericht fort „erscheint der Kom-
mission als ein höchst merkwürdiger Anspruch... Viele
der wertvollsten Gruben in Montana und die meisten aller
jener in Idaho sind nach dem Jahre 1882 entdeckt worden.
Die Gesellschaft, die mit ihrer ungeheuer großen Land-
bewilligung und andern, besonders von der Regierung. er-
teilten Privilegien nicht zufrieden ist, versucht nun darauf
hin, was im besten Falle eine Förmlichkeit ist, gerade die
Mineralgebiete, die ausdrücklich von der Bewilligung aus-
geschlossen sind, denen fortzunehmen, die sie entdeckt
und erschlossen haben?).“
Mittlerweile hatte jedoch die Northern Pacific-Eisenbahn
ihr Ziel erreicht. Während die Zeit mit Gerede und Be-
rufungen gegen richterliche Entscheidungen hingebracht
wurde, geschah. nach Senator Pettigrew folgendes: „Alle
Kraft in Washington, in dem Land-Department in Wa-
shington wurde ausschließlich darauf verwandt, diese Pa-
tente für die Northern Pacific durchzubringen, und wenn
Sie die gerichtlichen Protokolle aufschlagen, werden Sie,
glaube ich, finden, daß der Richter gegen einen von den
Verwaltern gemeldeten Posten von ungefähr 3000 Dollar
Einspruch erhob, der an einen besonders guten Freund
des Landkommissars als Anwalthonorar gezahlt worden
war, um den Erlaß jener Patente zu beschleunigen; auf
diese Art erlangte die Northern Pacific das Recht auf aus-
gedehnte Gebiete außerordentlich wertvoller Mineral-
ländereien in den Staaten Montana, Idaho und Washington.
Der Landkommissar war in dieser Sache zweifellos bestochen,
und es herrscht kein Zweifel, daß die Beamten der N orthern
Pacific seine Tätigkeit bei der Erlangung dieser Patente
arkauften.“
„Späterhin,‘“ so fährt Exsenator Pettigrew fort, „ging
im Kongreß ein Gesetz durch, es war, glaube ich, im Jahre
3) House Reports, Fifty-second Congreß, Second Session. 1891— 1892, Bd, 5,
Report Nr. 1145, 1—4.